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Abdullah Ibrahim .Abdullah Ibrahim (* 9. Oktober 1934 in Kapstadt als Adolph Johannes Brand) ist ein Pianist und Komponist aus Südafrika.
Bevor er den aktuellen Namen mit seiner Konversion zum Islam annahm, nannte er sich Dollar Brand. Seine Komposition "Manenberg" galt unter dem Apartheidregime als inoffizielle Nationalhymne der farbigen Bevölkerung Südafrikas.
1960 und 1961 spielter er mit den Jazz Epistles, zu denen Hugh Masekela (tp), Kippie Moeketsi (ts), Jonas Gwangwa (tb), Johnny Gertze (b) und Makaya Ntshoko (dr) gehörten. 1962 ging er nach Europa und trat mit dem Bassisten Johnny Gertze und dem Schlagzeuger Makaya Nthsoko zwei Jahre lang im Cafe Africana in Zürich auf. Mit seiner späteren Frau Sathima Bea Benjamin spielte er 1963 in Paris - aufgrund der Beziehungen von Duke Ellington - eine Platte ein. Durch Ellingtons Vermittlung konnte sein Trio auf wichtigen Festivals wie in Antibes auftreten. 1964/1965 tourte er durch Skandinavien, bevor er in die USA ging, wo er zunächst auf dem Newport Jazz Festival auftrat, dann mit John Coltrane, Ornette Coleman, Elvin Jones und Gato Barbieri arbeitete.
Abdullah Ibrahim gilt als Protagonist des Modern Creative Stils. Die Tanzmusik und religiöse Hymnen aus den südafrikanischen Townships zählen neben Kompositionen von Duke Ellington zu den wichtigsten Einflussquellen der Werke von Abdullah Ibrahim. Der pianistisch deutlich durch Thelonious Monk und Randy Weston beeinflusste Ibrahim trat Solo, im Sextett, aber auch mit großformatigen Gruppen, zu denen u.a. auch Carlos Ward, Don Cherry und Johnny Dyani gehörten, auf. 1976 organisierte er - kurzzeitig in Südafrika - mehrere einflussreiche, im Untergrund vertriebene Platten, aber auch ein Jazzfestival, das die Apartheid-Gesetze ignorierte. 1977 siedelte er in die USA über. 1982 präsentierte er in Europa seine Kalahari Liberation Opera. 1993 kehrte er nach Kapstadt zurück, wo er die südafrikanische Jazzszene maßgeblich beeinflusst.
Abdullah Ibrahim schuf auch preisgekrönte, atmosphärisch dichte Filmmusiken. Wiederholt hat er mit Big Bands und Sinfonieorchestern zusammengearbeitet. Aus der Kooperation mit Daniel Schnyder, der seine Kompositionen orchestrierte, entstand 1997 die "African Suite" für Jazztrio und Sinfonieorchester.
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