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Schattenwelten(2008-01-25) ![]() weitere Werke von Berserker | Songliste
1: Was uns bewegt
2: Diktator
3: Attraktivit
4: Direkt ins Herz
5: Hher
6: Hertha BSC
7: Ich hab's satt
8: Komm zur
9: Mein Name ist Ungl
10: Auf Wiedersehen
11: Das Feuer in mir
12: Schattenwelten |
Berserker.Als Berserker wird in mittelalterlichen skandinavischen Quellen ein im Rausch Kämpfender bezeichnet, der keine Schmerzen oder Wunden mehr wahrnimmt. Über diese Art von Kämpfern, die auf der Seite verschiedener germanischer Stämme kämpften, berichten auch römische Quellen von der Kaiserzeit bis zum frühen Mittelalter. Sie werden dort aber nicht als „Berserker“ bezeichnet, sondern tragen andere Bezeichnungen. Das Wort Berserker ist ein Wort des Altnordischen, formal ein Kompositum. Der zweite Teil serkr wird einhellig als 'Gewand, Waffenrock' gedeutet. Bezüglich der Erstkomponente gibt es zwei seriöse Annahmen. Einerseits wird eine Verbindung mit einem Wort für Bär, obwohl dies im Altnordischen bjorn lautet, erwogen (Lloyd, Springer). Andererseits argumentiert McCone, dass es sich bei den Berserkern den Beschreibungen nach um leichtes Fußvolk gehandelt habe und daher ein Vergleich mit bar 'bloß, frei' angebrachter sei. Näsström verweist darauf, dass schon aus praktischen Gründen die Verwendung eines Bärenfells mit einem Gewicht von ungefähr fünf Kilo eher hinderlich und unpraktisch sei.[1] Alexander Jóhannesson[2] schreibt dazu: berserkr ... zum Adjektiv berr nudus, vgl. Andésson 1683: miles, qui sine armis, lorica balea &c. pugnat, auch Bj. Halld. (1814): indusio tantum non lorica indutus. vgl. auch Snorri: fóru brynjulausir. Man geht heute eher davon aus, dass die Bezeichnung der Raserei entnommen ist, wie ein Bär oder Wolf zu kämpfen. Dies wird mit den in den nordischen Sagas oft geschilderten Verwandlungen, die auch hier im Zusammenhang mit dem Werwolf bekannt sind, in Zusammenhang gebracht.[3] Das Wort tritt zum ersten Mal in einem Preisgedicht des Skalden Þórbjörn hornklofi (um 872) über die Entscheidungsschlacht Harald HÃ¥rfagres am Hafrsfjord auf: grenjuðu berserkir, guðr vas á sinnum, emjuðu Ulfheðnar ok Ãsörn dúðu. es brüllten die Berserker, der Kampf kam in Gang es heulten die Wolfspelze und schüttelten die Eisen.“[4] Es ist bislang unbestritten, dass hier ekstatisch schreiende Krieger in Wolfsfellen erwähnt werden. Aus dem Parallelismus schließen viele Forscher, dass es sich bei den Berserkern nicht um nackte, sondern um "Krieger des Bären" gehandelt habe.[5] Fraglich ist allerdings, ob die Berserker mit den Kriegern im Wolfspelz gleichgesetzt werden können.[6] Die Egils saga beginnt mit den Worten: „Úlfur hét maður, sonur Bjálfa og Hallberu, dóttur Úlfs hins óarga. Hún var systir Hallbjarnar hálftrölls à Hrafnistu, föður Ketils hængs. Úlfur var maður svo mikill og sterkur, að eigi voru hans jafningjar, en er hann var á unga aldri, lá hann à vÃkingu og herjaði. Með honum var à félagsskap sá maður, er kallaður var Berðlu-Kári, göfugur maður og hinn mesti afreksmaður að afli og áræði; hann var berserkur. Þeir Úlfur áttu einn sjóð báðir, og var með þeim hin kærsta vinátta.“ „Ulf hieß ein Mann, Sohn des Bjalfi und der Hallbera, der Tochter von Ulf dem Beherzten. Sie war die Schwester von Hallbjörn Halbtroll in Rabenhorst, Hetil Hakenlachsens Vater. Ulf war so groß und stark, dass er nicht seines gleichen hatte. In seiner Jugend war er als Wiking auf Heerfahrten. Sein Gefährte auf diesen hieß Berdla-Kari, ein vornehmer durch Kraft und Mut hervorragender Mann. Er war Berserker. Er und Ulf lebten aus einem Beutel, und es herrschte zwischen ihnen die treueste Freundschaft.“ – Egils saga Kap. 1 übersetzt von Felix Niedner. Während hier die Berserkereigenschaft der Freundschaft nicht im Wege steht, wird der Berserker Ljot negativ geschildert und sein Berserkeranfall beim Holmgang beschrieben: „Þá gekk Gyða að Agli og mælti: "Eg mun segja þér, Egill, tÃðindi þau, sem hér eru með oss. Maður heitir Ljótur hinn bleiki; hann er berserkur og hólmgöngumaður; hann er óþokkasæll. Hann kom hér og bað dóttur minnar, en vér svöruðum skjótt og synjuðum honum ráðsins; sÃðan skoraði hann til hólmgöngu á Friðgeir, son minn [...] Nú kom þar Ljótur með lið sitt; bjóst hann þá til hólmgöngu; hann hafði skjöld og sverð; Ljótur var allmikill maður og sterklegur. Og er hann gekk fram á völlinn að hólmstaðnum, þá kom á hann berserksgangur, tók hann þá að grenja illilega og beit à skjöld sinn.“ „Da ging Gyda zu Egill und sprach: ‚Ich werde dir mitteilen Egil, wie es hier mit uns steht. Ein Mann heißt Ljot der Bleiche. Er ist Berserker und Holmgangsmann. Kein Mensch liebt ihn. Er kam hierher und freite meine Tochter, wir aber antworteten kurz und weigerten die Verlobung. Darauf forderte er Fridgeir, meinen Sohn, zum Holmgang heraus.‘ [...] Jetzt kam Ljot mit seinem Gefolge dorthin. Er rüstete sich zum Zweikampf. Er trug Schild und Schwert. Ljot war ein sehr starker und kräftiger Mann. Als er nun auf dem Platze um Holmgange vortrat, kam die Berserkerwut über ihn. Er fing an, bösartig zu heulen und biss in seinen Schild.“ – Egils saga Kap.65. In der Übersetzung von Felix Niedner Kap. 64. Dem Berserker wurden besondere Eigenschaften beigemessen: Er war unempfindlich gegen Feuer, und Eisenschwerter verwundeten ihn nicht. Die Berserkerwut begann mit Zittern, Kälte am Kopf und Zähneklappern (offenbar so ähnlich wie Schüttelfrost), manchmal schwoll der Kopf an, und die Gesichtsfarbe veränderte sich, dem folgte lautes Brüllen und das Beißen in den Schild. Es wird erwogen, ob dieses Beißen in den Schild vielleicht magische Bedeutung hatte. Näsström weist auf eine Strophe in der Havamál hin, die Odin spricht: Þat kann ek it ellifta: ef ek skal til orrostu leiða langvini, und randir ek gel, en þeir með rÃki fara heilir hildar til, heilir hildi frá, koma þeir heilir hvaðan. Ein elftes kann ich, wenn alte Freunde ins Gefecht ich führen soll: in die Schilde sing ich's, so ziehn sie siegreich heil in den Kampf, heil aus dem Kampf, bleiben heil, wohin sie ziehen.[7] Das Brüllen war die Aufheizphase für den Berserkergang.[8] Nach dem Abklingen des Anfalls kam ein Schwächeanfall, der sogar zum Tode führen konnte. Snorri Sturluson schilderte in seiner Heimskringla[9] die Berserker so: „Aber seine [Odins] eigenen Mannen gingen ohne Brünnen, und sie waren wild wie Hunde oder Wölfe. Sie bissen in ihre Schilde und waren stark wie Bären oder Stiere. Sie erschlugen das Menschenvolk, und weder Feuer noch Stahl konnte ihnen etwas anhaben. Man nannte dies ‚Berserkergang‘.“Eine Schachfigur, die auf den Hebriden gefunden wurde, zeigt einen Berserker, der in seinen Schild beißt. Dass Krieger ohne Brünne in den Kampf zogen, ist auch anderweitig bezeugt.[10] Allerdings wird aus der Schilderung in der Germania, die Germannen hätten kaum Eisen, selten Schwerter oder Lanzen,[11] geschlossen, dass hier weniger Tapferkeit als vielmehr schlichter Ausrüstungsman |
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