.Biagio Marini (getauft 5. Februar 1594 in Brescia; †17. November 1663 in Venedig) war ein italienischer Violinist und Komponist.
Marini gilt als einer der frühen Violinvirtuosen und Komponisten. Unterrichtet wurde er vermutlich durch seinen Onkel Giacinto Bondioli. Ab 1615 wirkte er als Violinist unter Claudio Monteverdi am Markusdom in Venedig. 1621 finden sich Spuren am Hof der Farnese in Parma. Fast 30 Jahre war in den Diensten des Herzogs und Pfalzgrafen in Neuburg an der Donau (Bayern) tätig. Ebenfalls sind Aufenthalte in Brüssel und in Düsseldorf dokumentiert. In Italien wirkte er in Brescia, Venedig, Padua, Ferrara, Mailand und Bergamo. Aus drei Ehen Marinis entstammen fünf Kinder.
Marini nahm eine wichtige Stellung in der Entwicklung der frĂĽhen Violin- und Triosonate ein. Erstmals findet man in seinen Werken spieltechnische Neuerungen, so schrieb er erstmals Doppel- oder Trippelgriffe und das Bogenvibrato vor. Auch fĂĽhrt er als erster die Skordatur in zwei Sonaten des Op.8 ein.
Op. 1 Affetti musicali (1617 Venedig)
Op. 2 Madrigali e symfonie
Op. 3 Arie, madrigali et corenti (1620 Venedig)
Op. 5 Scherzi e canzonette (1622 Parma)
Op. 6 Le lagrime d’Erminia in stile recitativo
Op. 7 Per le musiche di camera concerti
Op. 8 Sonate, symphonie…e retornelli (1629 Venedig)
Op. 9 Madrigaletti
Op. 13 Compositioni varie per musica di camera
Op. 15 Corona melodica
Op. 16 Concerto terzo delle musiche da camera (1649 Mailand)
Op. 18 Salmi per tutte le solennità dell’anno concertati nel moderno stile
Op. 20 Vesperi per tutte le festività dell’anno
Op. 21 Lagrime di Davide sparse nel miserere
Op. 22 Per ogni sorte di strumento musicale diversi generi di sonate, da chiesa, e da camera (1655 Venedig)
2 Motetten
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