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Djembe



Vol. 3-djembe


(2004-10-11)



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Djembe


.Die Djembé (Pl.: Djembés) ist eine kelchförmige, meist mit geschorenem Ziegenfell bespannte Trommel aus Westafrika, deren Korpus aus einem ausgehöhlten Baumstamm besteht.

Eine Djembé ist üblicherweise ca. 60 cm hoch, ihr Fell hat einen Durchmesser von ca. 30 cm. Die Djembé wird nur mit den bloßen Händen angeschlagen und zeichnet sich durch ein umfangreiches Klangspektrum aus. Sie wird sowohl als Solo- als auch als Ensembleinstrument eingesetzt. Die typische Besetzung eines Ensembles besteht aus ein bis zwei Begleit-Djembés, einer Solo-Djembé und ein bis drei Basstrommeln.

Der Name der Trommel und seine Aussprache kann je nach Region variieren. Bekannt sind neben der Form Djembé (sprich: Dschembee) auch Jenbe (Mali), Jembe (englisch), Yembe, Dyembe (Guinea), Djimbi oder Djimbe (Westafrika). Aber auch ganz andere Begriffe wie z.B. Tamtam (Senegal) oder Sanbanyi (Susu) sind gebräuchlich. Auch eine einheitliche Benennung der Rhythmen und der Schlagtechniken des Djembéspiels ist deshalb schwierig, weil Französisch und verschiedene afrikanische Sprachen und Dialekte für die gleichen Dinge benutzt werden.

Das Wort "djembé" ist lediglich der französische Versuch, ein Wort einer afrikanischen Sprache (malinke (dt.), malinké (fr.), maninkakan (mal.)) in der eigenen Sprache wiederzugeben. Das deutsche "Djembe" ist dann die Übernahme eines französischen Begriffs. Die Malinke in Guinea (die mit den Bambara vermutlich am längsten auf diesem Instrument spielen) sagen "dyenbe" (gespr. "dyèmbe" oder "gèmbe"), die Fulbe (fr.: Pheul, engl. Fulani, ful: Pulaar) sagen in Abwandlung des Malinkewortes "dyimbe", die Susu "sanbanyi" (s.o.). Die malische Schreibweise mit "j" statt "dy" hat vermutlich nichts mit der Aussprache, sondern mit der Arbeitsweise englischer Sprachwissenschaftler im Vergleich zu französischen zu tun.

Die Djembé stammt von den Schmieden (Numuns) der Volksgruppe der Malinke in Westafrika, im heutigen Staatsgebiet von Guinea, Mali, Burkina Faso und der Elfenbeinküste. Mit Hilfe ihrer Metallwerkzeuge konnten sie Baumstämme aushöhlen und daraus Trommelkörper schnitzen. Die Form war dem afrikanischen Mörser nachempfunden, hat sich aber mit der Zeit verfeinert. Die Malinke verwendeten ein in ihrem Siedlungsgebiet wachsendes Hartholz, das sich durch seine besondere Festigkeit für die hohe Zugkraft der Trommelbespannung eignete. Auch heute noch zeichnen sich gute Trommeln durch dieses besondere Holz aus. Die ersten Djembés erreichten die westliche Welt in Paris zwischen 1940-1960 durch Filme und die Tourneen des Les Ballets Africains mit dem jungen Papa Ladji Camara, geleitet von Fodeba Keita aus Guinea. Die darauf folgenden Adaptionen diverser Companien lebten vor allem vom Reiz der westafrikanischen Djembéklänge So wurde die Djembé immer beliebter und findet mittlerweile Verwendung in Ensembles auf der ganzen Welt.

Die durchschnittliche Djembé ist ca. 60 cm hoch und hat einen Felldurchmesser von ca. 30 cm. Die Wandstärke des Korpus beträgt an der Öffnung ca. 25 mm, am oberen Rand unterhalb des Fells ca. 20 mm. Ihr Körper wird per Hand nahtlos aus einem Stamm gefertigt, so dass jede Trommel ein Unikat ist. Die spezielle Form der Djembé wirkt als Helmholtz-Resonator, wodurch sie ihre tiefen Bässe erhält. Viele Spieler befestigen an ihrem Instrument Rasselbleche, „Kessing“ genannt, die beim Trommeln einen metallisch klappernden Effekt (snare) erzeugen. Das Fell besteht heute meist aus dünnem geschorenem Ziegenfell, früher wurde statt dessen Antilopenfell benutzt. Dieses Fell wird durch ein Ring- und Schnursystem gespannt. Dieses besteht aus drei mit Stoff umwickelten Metallringen und einer ca. 4-5 mm dicken vorgereckten Polyesterschnur (früher afrikanische Schnur aus Naturmaterialien). Der Abstand zwischen den Knoten beträgt unten ca. 2 cm, oben ca 3-4 cm. Die Spannung des Fells und damit der Klang der Trommel hängt von der Spannung der Schnürung, der Temperatur und der Luftfeuchtigkeit ab. Die Djembé wird mit einem speziellen Spannknoten gestimmt, der nach einem einfachen Muster geknüpft wird und die Djembé spiralförmig umläuft. Dabei werden immer zwei nebeneinanderliegende Längsschnüre mit dem Spannseil zusammengezogen und bilden sich immer wieder überkreuzende Maschen.

Es gibt drei Möglichkeiten, das Instrument zu spielen: Auf einem Stuhl sitzend, stehend oder auf der Djembé selbst sitzend. Der Solist spielt meist im Stehen, um den TänzerInnen folgen und direkt auf den Tanzverlauf einwirken zu können. Dabei hängt er die Trommel mit Hilfe eines Bandes oder Tuches um Hals und Oberkörper. Im Sitzen kippt man die Trommel leicht nach vorn, hält sie zwischen den Beinen oder fixiert sie mit einem Band oder Tuch um die Hüfte. In der dritten Haltung liegt das Instrument auf dem Boden und der Musiker sitzt auf dem Korpus.Die Haltung beim Spielen ist stets aufrecht und entspannt, so dass die Arme genug Kraft und Geschwindigkeit entwickeln können. Gespielt werden die Schläge aus den Armen heraus. Die Schläge werden dabei in der Regel abwechselnd mit Rechts und Links gespielt. Die Schläge werden fließend miteinander verbunden, so dass eine Art Tanz der Arme entsteht. Angeschlagen wird die Djembé mit den bloßen Händen. Handspannung und der Anschlagpunkt entscheiden über den Klang. Dabei sollte das Trommelfell eine parallele Fläche zum Unterarm bilden, wenn man die Hand flach auf die Mitte des Fells legt.

Der Klang der Djembé wird meist in drei Grundschläge aufgeteilt: den tiefen Bassschlag (bass) in der Mitte der Trommel, den offenen Schlag am Rand des Fells (open/tone) und den peitschenartig geschlagenen Slap. Das Klangspektrum der Djembé ist jedoch sehr viel differenzierter – gute Spieltechnik ermöglicht viele feine Nuancen wie leichtes Tippen (taps) mit den Fingerspitzen, Triller mit Zeige- oder Mittelfingern und Doppelschläge (flaps/flams), bei denen beide Hände unmittelbar nacheinander fast gleichzeitig aufkommen. Ein Begleitmusiker soll mit deutlich voneinander abgegrenzten Klängen eine klare rhythmische Struktur schaffen. Der Solist hingegen bewegt sich fließend von einem Klang zum anderen und benutzt diverse Variationen und Solofiguren, um den Tänzern musikalisch zu folgen oder ihnen neue Wendungen vorzugeben. Eine Djembé kann dann als „Solo-Djembé“ bezeichnet werden, wenn sie sich aufgrund ihrer Klangqualitäten klar hörbar vom Spiel des Ensemb... Mehr in der Wikipedia



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