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Dodo



Electric Love [vinyl Single]


(2007-10-01)



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Dodo


.Der Dodo oder auch die Dronte, seltener Doudo oder Dudu (Raphus cucullatus, „kapuzentragender Nachtvogel“) war ein etwa ein Meter großer, flugunfähiger Vogel, der ausschließlich auf den Inseln Mauritius und Réunion im Indischen Ozean vorkam.

Der Dodo lebte von vergorenen Früchten und nistete auf dem Boden. Er ist das Wappentier von Mauritius.

Von alten Überlieferungen her weiß man, dass der Dodo blaugraues Gefieder hatte, einen 23 Zentimeter langen, schwärzlichen, gebogenen Schnabel mit einem rötlichen Punkt, sehr kleine nutzlose Flügel, gelbe Eier legte und einen Büschel mit gekräuselten Federn als Schwanz hatte. Dodos waren sehr große Vögel und wogen über 20 Kilogramm.

Die Brustmuskulatur eines Dodo war zu schwach ausgeprägt, als dass es ihm möglich war zu fliegen. Diese Eigenschaft hatte der bodengebundene Vogel nicht nötig, da er auf Mauritius keine Fressfeinde hatte, welche eine Gefahr für sein Gelege dargestellt hätten.

Traditionell hat man vom Dodo die Vorstellung eines fetten, plumpen und unbeholfenen Vogels. Dieses Bild erklärt Andrew Kitchen, ein Biologe vom Royal Museum of Scotland, der glaubt, dass die alten Zeichnungen überfettete, in Gefangenschaft lebende Vögel zeigen. Da Mauritius trockene und feuchte Jahreszeiten hat, hat der Dodo sich möglicherweise am Ende der Regenzeit Fett angefressen, um so die Trockenperioden, in denen Nahrungsmangel herrschte, zu überdauern. In Verbindung mit der Gefangenschaft, in der Essen das ganze Jahr vorhanden war, wurde der Dodo überfüttert und somit extrem fett.

Eine der wenigen realistischen Abbildungen eines lebenden Dodo schuf der indische Maler Mansur zu Beginn des 17. Jahrhunderts.

Der vermutlich letzte Dodo wurde von einem spanischen Conquistador im Jahre 1681 erschlagen. Der Engländer Benjamin Harry berichtet in diesem Jahr zum letzten Mal von einem Dodo auf Mauritius. Die neueste Forschung geht davon aus, dass das Tier um 1690 ausstarb. Hauptgrund für die Ausrottung der Art dürften eingeschleppte Ratten sowie eingebürgerte und verwilderte Haustiere gewesen sein und hier vor allem Schweine und Affen, welche die Gelege des bodenbrütenden Vogels zerstörten, also deren Eier fraßen. Da der Dodo ursprünglich keine Feinde besaß, verfügte er über kein Flucht- oder Verteidigungsverhalten. Die Furchtlosigkeit des Dodo vor dem Menschen, zusammen mit seiner Flugunfähigkeit machten ihn zu einer leichten Beute für die Menschen. Der zutrauliche Vogel war zwar nicht wohlschmeckend, aber als Frischfleisch für lange Seefahrten dennoch beliebt. Ebenso wie der Vogel selbst wurden seine Eier von Seeleuten in Massen gegessen. Weniger als 100 Jahre nach seiner Entdeckung war der Dodo somit ausgestorben.

Von der Ausrottung des Vogels wurde wenig Notiz genommen, bis er 1865 in Alice im Wunderland von Lewis Carroll erwähnt wurde. Mit der Popularität des Buches wuchs auch die Popularität des Dodos.

Der niederländische Geologe Kenneth Rijsdijk entdeckte in den letzten Jahren auf Mauritius diverse Knochen. Im Juni 2006 fand eine von ihm geleitete Forschergruppe ein ganzes Depot von Tierknochen und Pflanzensamen in einer Grube in einem ehemaligen Moor. Unter diesen wurden auch viele Skelett-Teile des Dodo gefunden, etwa auch ein vollständiges Bein und einer der sehr seltenen Schnäbel. Nach Rijsdijk „der bisher umfangreichste Dodo-Fund aller Zeiten“.

Der Fund des Dodo-Massengrabes wird von dem holländischen Forschungsteam auch als Indiz dafür gewertet, dass eine Naturkatastrophe noch vor Ankunft des Menschen einen signifikanten Teil des Dodo-Ökotops und der Dodo-Population ausgelöscht hat. Bei der Naturkatastrophe könnte es sich um einen Zyklon oder ein plötzliches Ansteigen des Meeresspiegel gehandelt haben.

Einem Forscherteam der Oxford-Universität um Beth Shapiro gelang es 2002, DNA-Bruchstücke aus Knochen zu isolieren. Der DNA-Vergleich zeigte eine enge Verwandtschaft zu dem ebenfalls ausgestorbenen Rodrigues-Solitär und der heute noch lebenden ostasiatischen flugfähigen Kragentaube (Caloenas nicobarica). 2009 sollen die Forschungsergebnisse in einer Komplettschau öffentlich präsentiert werden.

Obwohl einige Museen eine Kollektion von Dodo-Skeletten ausstellen, gibt es kein vollständig erhaltenes Skelett. Ein Dodoei kann im East London Museum in Südafrika bewundert werden.

Der früheste schriftliche Beleg für das Wort Dodo stammt aus dem Tagebuch von Kapitän Willem van West-Zanen von 1602. [1] Allerdings ist nicht auszuschließen, dass der Begriff Dodo auch früher schon verwendet wurde. Der Ursprung des Wortes Dodo ist unbekannt und wird daher in unterschiedlichen Quellen kontrovers beschrieben:

Die erste Theorie besagt, dass Dodo von dem Wort „dodaar“ stammt, dem niederländischen Namen des Zwergtauchers. Der Zwergtaucher kann genauso schlecht laufen, und dies machte ihn früher zu einer leichten Beute für niederländische Segler. Eine andere Theorie leitet das Wort Dodo vom veralteten portugiesischen Wort „doudo“ ab, was so viel bedeutet wie Narr oder Einfaltspinsel („Trottel“, „Idiot“). Der Vogel soll diesen Namen von den Seefahrern erhalten haben, da dieser Vogel den Menschen immer sehr nahe kam und es leicht war, ihn zu erlegen. Eine weitere Möglichkeit wird von David Quammen in dessen Buch „Der Gesang des Dodo“ beschrieben. Diese besagt, dass Dodo eine onomatopoetische Annäherung an den vom Dodo abgegebenen Laut ist: ein zweitöniger taubenähnlicher Ruf, der sich wie „doo-doo“ anhörte.[2]

Zusammen mit dem Rodrigues-Solitär (Pezophaps solitaria) auf Rodrigues wurde der Dodo in der Familie der Dronten (Raphidae) innerhalb der Ordnung Taubenvögel zusammengefasst. Nach Gesichtspunkten der Abstammungsgeschichte (Phylogenese)... Mehr in der Wikipedia



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