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Fela Kuti



Anthology 1 [uk-import]


(2007-12-17)



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Fela Kuti


.Fela Anikulapo Kuti (* 15. Oktober 1938 in Abeokuta, Nigeria; † 2. August 1997 in Lagos, Nigeria) war ein nigerianischer Saxophonist und Bandleader. Er gilt als der BegrĂŒnder des Afrobeat.

Am 15. Oktober 1938 wurde Fela Ransome Kuti (bĂŒrgerlicher Name) in Nigeria geboren. Sein Vater war Pastor und begeisterter Pianist und seine Mutter, Funmilayo Ransome-Kuti, war eine fĂŒhrende Frauenrechtlerin Nigerias. Somit spielten schon sehr frĂŒh Musik und Politik eine wichtige Rolle in seinem Leben.

1958 zog Fela nach London, wo er ein Musikstudium begann. Hier grĂŒndete er 1961 seine erste Band, die Koola Lobitos. Mit ihr entwickelte er einen hybriden Musikstil, den Highlife-Jazz. Eine Mischung aus Jazz und dem westafrikanischem Highlife.

Ein lĂ€ngerer Aufenthalt in den USA 1969 sollte die Geburtsstunde des Afrobeat werden. Hier lernte Fela Kuti die militanten Ansichten der schwarzen BĂŒrgerrechtler kennen und machte die Bekanntschaft mit großen Musikern, wie James Brown, Miles Davis und Sly Stone. Alle diese Erfahrungen flossen nun in seine Musik ein. Noch in den USA nannte er die Koola Lobitos in Nigeria 70 um, welche schon wenige Jahre spĂ€ter in Afrika 70 (auf Grund des panafrikanischen Gedankens) umbenannt wurde. Diese bestand nicht nur aus einer Menge Musikern, sondern auch aus verschiedenen SĂ€ngern und TĂ€nzern. Ein wichtiger Bestandteil der Band war der Drummer Tony Allen, der zusammen mit Kuti die Musik weiterentwickelte. Die Musik der Band war jetzt eine Mischung aus Funk, Jazz und afrikanischen EinflĂŒssen: Der Afrobeat.

Zunehmend kritisierte Fela Kuti in seinen Texten die durch die Kolonialisierung deformierten Gesellschaftssysteme in Afrika und verurteilte das diktatorische MilitĂ€rregime Nigerias. Aufgrund seiner Beliebtheit in der nigerianischen Bevölkerung, seiner inzwischen internationalen BerĂŒhmtheit und vor allem seiner Liedtexte stellte er eine große Bedrohung fĂŒr die Regierenden dar. Unter dem Druck der Regierung musste Kuti 1979 seine "DomĂ€ne von Kalakuta" (Fela erklĂ€rte provokant seinen eigenen Grundbesitz als einzige freie Republik Nigeria) verlassen und floh mit seiner Band nach Ghana.

Zwei Jahre spĂ€ter konnte er in das nun zivile Nigeria zurĂŒckkehren. Er Ă€nderte seinen zweiten Familiennamen Ransome, den er als Sklavennamen ansah, in den Namen Anikulapo ("Der JĂ€ger, der den Tod mit magischen Amuletten in Schach hĂ€lt"), initiierte eine neue Band, die Egypt 80 und grĂŒndete seine eigene Partei (MOP - Movement of the People). 1984 wurde Kuti von der nun wiederum militĂ€rischen Regierung wegen angeblicher Devisenvergehen zu fĂŒnf Jahren Haft verurteilt. Er erhielt jedoch, nach einem erneuten MilitĂ€rputsch, schon nach 18 Monaten wieder die Freiheit. Trotz der immer wiederkehrenden Drohungen, Verfolgungen, Verhaftungen und der Anwendung von körperlicher Gewalt durch die nigerianische Regierung setzte er seine Kritik fort und prangerte immer wieder die unterdrĂŒckenden ZustĂ€nde in seiner Heimat an. Seine Musik sorgte in der Bevölkerung fĂŒr viel Furore und Kritik am herrschenden System. Die Zeitschrift "Rolling Stone" bezeichnete ihn als den 'gefĂ€hrlichsten Musiker der Welt'.

Fela Kuti bezeichnete sich selbst als antikolonialistischen Pan-Afrikaner, er war aber auch ein demagogischer, sexistischer Fundamentalist. Seine Rolle als angeblicher Wiederentdecker traditioneller afrikanischer Werte gab ihm den Vorwand, Frauen als verfĂŒgbare Ware zu betrachten und sich als Macho aufzufĂŒhren. Ausgerechnet er, als Sohn einer Feministin, erklĂ€rte wiederholt in Interviews und Liedtexten "Frauen sind Matratzen". In einer Massenzeremonie heiratete er 27 seiner TĂ€nzerinnen und SĂ€ngerinnen. Er dĂ€monisierte HomosexualitĂ€t als Strafe fĂŒr ein frĂŒheres schlimmes Leben.

Seit Mitte der 90er Jahre wurde es still um Fela Kuti. Er starb am 2. August 1997 an den Folgen von AIDS. Bis zu seinem Tod produzierte er ĂŒber 50 Alben, wovon viele auch internationale Anerkennung erhielten. Seine Musik und seine Texte sind immer noch Diskussionsthema.

Den musikalischen Widerstand und die Tradition des Afrobeats fĂŒhren, unter anderen, sein Sohn Femi Kuti und sein ehemaliger Drummer Tony Allen, sowie die junge New Yorker Band Antibalas Afrobeat Orchestra fort.




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