Nirvana wird erreicht im Loslassen von allen an einer Welt haftenden Bedingungen (vgl. samsara). Folglich bedeutet Nirvana nicht etwas, das sich erst mit dem Tode einstellt, sondern kann – die entsprechende mentale oder spirituelle Entwicklung vorausgesetzt – auch schon im Leben erreicht werden (Zustand des Arahat). Nirvana bedeutet auch nicht einen Zustand unveränderlichen, gar ewigen Glücks, denn alle Glückszustände sind in buddhistischer Sicht vergänglich wie alle Dinge dieser Welt. Das „Glück“ des Nirvana besteht gerade darin, dass es kein Glück verheißt. Nirvana ist gleichbedeutend mit innerer Ruhe und besteht im Freisein von aller Unruhe des Geistes, allen Wünschen und Denkvoraussetzungen. Nirvana bezeichnet damit einen spezifischen, aber ungewöhnlichen und daher gemeinhin unbekannten Geisteszustand. Er wird auch beschrieben, als bildlos (animitta), richtungslos (apranihita) und unterscheidungslos (ekalakshana).
Durch intensive Betrachtung eines der drei Merkmale des Daseins („Unbeständigkeit, „Leidhaftigkeit“, „Leerheit“) durchläuft der Meditierende verschiedene Erkenntnisstufen (Vipassanâ-ñâna). Die kontinuierliche neutrale Beobachtung aller Daseinsphänomene (Gefühle, Sinnesobjekte, Gedanken) führt zu einer allmählichen Loslösung und gipfelt in der sogenannten Erfahrung des maggaphala („Moment der Frucht“). Dieses Ereignis, das im Theravada als die eigentliche Erfahrung Nibbanas gilt, verändert den Meditierenden - führt zu einem „Bruch mit der Welt“. Die Eindringlichkeit und Stärke dieser Erfahrung macht auch den Grad der „Erlöstheitâ ... Mehr in der Wikipedia