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Listening To Richard Brautigan(2007-09-14) ![]() weitere Werke von Richard Brautigan | Songliste
1: Telephone Door to Richard Brautigan
2: Trout Fishing in America
3: Love Poem
4: Confederate General from Big Sur
5: Here Are the Sounds of My Life in San Francisco
6: Pill Versus the Springhill Mine Disaster
7: Revenge of the Lawn
8: Telephone Door That Leads Eventually to Some Love...
9: In Watermelon Sugar
10: Here Are Some More Sounds of My Life
11: Short Stories About California
12: Boo, Forever |
Richard Brautigan.Richard Brautigan (* 30. Januar 1935 in Tacoma, Washington; â September 1984 in Bolinas, Kalifornien) war ein US-amerikanischer Schriftsteller. Brautigan gilt als einer der Hauptvertreter des amerikanischen WestkĂŒsten-Underground der 60er und 70er Jahre. Brautigan wurde in der Zeit der Weltwirtschaftskrise geboren. Er stammte aus kleinen VerhĂ€ltnissen und verlebte eine unstete, von vielen Ortswechseln und Armut geprĂ€gte Jugend. Ende der 50er Jahre kam er mit literarischen Kreisen in San Francisco in Kontakt. Hier erschienen erste Publikationen in Off-Beat-Magazinen im Kreis der City-Lights-Literaten. Mit seinen Roman- und GedichtbĂ€nden wurde er in den spĂ€ten Sechzigern zu einer kleinen Ikone der Hippie-Generation. 1967 amtierte er als âPoet in Residenceâ am California Institute of Technology. Er unternahm mehrere Japan-Reisen. Indes konnte er in den spĂ€ten Siebzigern nicht an seine frĂŒheren Erfolge anknĂŒpfen, was ihn zunehmend verbitterte. Zuletzt lebte er zurĂŒckgezogen und alkoholabhĂ€ngig in Bolinas, Kalifornien. Im September 1984 tötete er sich; aufgefunden wurde er am 25. Oktober 1984. Brautigan geriet nach seinem Tod fast völlig in Vergessenheit. In den 1990er Jahren war ein kleines Brautigan-Revival zu beobachten. Brautigan war bisher kaum Gegenstand der literaturwissenschaftlichen Forschung. Zuletzt erschienen ist eine Biografie ĂŒber ihn (You Can't Catch Death, 2000) von seiner Tochter Ianthe Brautigan. GröĂte Beachtung fand sein 1967 erschienener Roman Forellenfischen in Amerika (Trout Fishing in America), dessen gleichermaĂen poetischer wie kulturpessimistischer Ton vielfach als Abgesang auf den amerikanischen Traum gewertet wird. ThemenDie Tatsache, dass im Werk Brautigans nur schwer ein thematischer Schwerpunkt erkennbar ist, ist von der Kritik vielfach als Beleg fĂŒr eine Haltung der Beliebigkeit, sein schriftstellerisches Leichtgewicht und somit seine literarische Zweitrangigkeit bewertet worden. TatsĂ€chlich nutzte Brautigan die HandlungsstrĂ€nge meist als Kulisse fĂŒr das, allerdings höchst originelle, Abarbeiten persönlicher EindrĂŒcke, Seelennöte und innerer realer Phantasien. Damit lag er im Trend des radikal subjektiven Gestus seiner Zeit. Zugleich lehnte er â anders als seine von den Beatniks und spĂ€ter den Hippies geprĂ€gte Umwelt â ein offenes politisches Engagement in seinen Texten ab. Seine Romane greifen in oft ironischer und parodierender Weise Genres der amerikanischen PopulĂ€rkultur auf und sezieren diese sprachlich und thematisch (Beispiele sind die Verarbeitung von Western-Topoi in The Hawkline Monster sowie von Hard-Boiled- und Film-Noir-Elementen in Dreaming of Babylon). Zu Themen seiner Romane und Gedichte werden hĂ€ufig absurd-tragische Liebesgeschichten, Sex sowie auch das Schreiben selbst. Die oft radikale und schonungslose Selbstbespiegelung wird immer wieder humorvoll-lakonisch durchbrochen und gleitet so nie ins bloĂ Innerliche ab. In spĂ€teren Werken zeigt sich ein besonderes Faible fĂŒr die japanische Kultur, was sich auch im Aufgreifen der japanischen Haiku-Dichtung Ă€uĂert. SpracheEines der Hauptthemen der Dichtung Brautigans ist die Sprache selbst. Der auf den ersten Eindruck schlichte Ton der Texte ist das Ergebnis systematischer Reduktion des Ausdrucks unter konsequenter Konzentrierung und Verdichtung der inhaltlichen Substanz. In seinen Gedichten erinnert dies bisweilen an die Methodik und Ausdrucksform der Imagisten. Wichtigstes Stilmittel seiner Prosa wie Lyrik ist die Analogie, die zur Beschreibung sinnhafter ZusammenhĂ€nge oft abstrakte und mehrfach verschachtelte GedankenbrĂŒcken zum Gemeinten baut. Das Sprachspiel verliert dabei selten den vergnĂŒgt-augenzwinkernden Duktus. Die hohe QualitĂ€t seines sprach-experimentellen Stils zeigt sich in der vermeintlichen Leichtigkeit seiner Texte und der Tatsache, dass seine Reduktionsarbeit nie zum Manierismus absinkt. Brautigan zeichnet sich durch sprachliche Treffsicherheit und Vielseitigkeit aus. Deutsche ĂbersetzungenBrautigans Werk liegt auf Deutsch in der Ăbersetzung von Ilse und GĂŒnter Ohnemus vor und war lange Zeit vergriffen. Die Werke erschienen als Buchreihe zuerst beim Eichborn Verlag, dann in Taschenbuchform bei Rowohlt. Die Wiederauflage einzelner Werke hat der Kartaus Verlag in Angriff genommen. Beim Maro Verlag ist aus dem Nachlass Eine unglĂŒckliche Frau erschienen. Zum 1. MĂ€rz 2008 kĂŒndigt der schweizerische Theodor Boder Verlag in neuer Ăbersetzung Willard und seine BowlingtrophĂ€en. Ein grotesker Kriminalroman (aus dem Amerikanischen von Christiane Bergfeld) an.[1] Prosawerke Ein konföderierter General aus Big Sur. Roman, Eichborn, Frankfurt am Main 1989 (A Confederate General from Big Sur, 1964) verĂ€nderte Neuauflage: Kartaus, Regensburg 2007, ISBN 978-3-936054-07-1 Forellenfischen in Amerika. Roman. Aus dem Amerikanischen von Celine und Heiner Bastian, Hanser (RH 73), MĂŒnchen 1971 (Trout Fishing in America, 1967) neu ĂŒbersetzt von GĂŒnter Ohnemus: Eichborn, Frankfurt am Main 1987 unverĂ€nderte Neuauflage: Kartaus, Regensburg 2003, ISBN 978-3-936054-02-6 In Wassermelonen Zucker. Roman. Aus dem Amerik... Mehr in der Wikipedia |
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