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Rita Coolidge



All Time High


(2007-09-10)



weitere Werke von Rita Coolidge

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Rita Coolidge


.Rita Coolidge (* 1. Mai 1945 in Nashville, Tennessee) ist eine US-amerikanische Country- und Pop-Musikerin indianischer Abstammung (Cherokee). Ihre erfolgreichste Phase erlebte sie in den 70er Jahren, als sie mit Kris Kristofferson verheiratet war. International blieb sie hauptsächlich als Sängerin des James-Bond-Songs All Time High in Erinnerung (1983 für Octopussy aufgenommen).



Rita Coolidge ist die dritte und jüngste Tochter eines Predigers und sang schon als Kleinkind im Kirchenchor. Eine Zeit lang lebte und arbeitete die ehemalige Studentin der Florida State University in London. Ihre Karriere begann sie Ende der 1960er Jahre als Folk- und Rock-Sängerin im Background von hochkarätigen Stars wie Joe Cocker, Stephen Stills und Eric Clapton. Sie begleitete Cocker zum Beispiel bei seiner legendären Tour [[Mad Dogs & Englishmen]] (1970) die anschließend auf einem sehr erfolgreichen, gleichnamigen Album festgehalten wurde. Außerdem war sie im parallel veröffentlichten Kino-Mitschnitt zu sehen, der 2005 auf DVD erschien.

Bereits 1969 hatte sie für das kleine Label Pepper ihre erste Single aufgenommen: Turn Around And Love You erreichte gerade so die amerikanischen Charts (# 96) und verschwand recht bald in der Versenkung. Erst 2004 wurde der seltene Titel auf der Compilation Delta Lady: The Rity Coolidge Anthology wiederveröffentlicht. 1970 unterschrieb Coolidge bei A&M einen Plattenvertrag. Ein Jahr später erschien ihre erste LP, Rita Coolidge, die vor allen Dingen Cover-Versionen enthält. "Ein gutes Album, aber ein gutes Album von irgendwem", soll Coolidge darüber gesagt haben. Auch auf ihren folgenden Werken griff sie hauptsächlich auf mehr oder weniger bekanntes Fremdmaterial zurück. Ihr Debüt enthielt Songs von Künstlern wie Van Morrison, Otis Redding und Neil Young. Hochkarätig war auch die Auswahl der Musiker, die sich bereiterklärten Coolidge im Studio zu unterstützen - auch das wiederholte sich auf ihren späteren LPs. Neben Stephen Stills, Bobby Womack und Ry Cooder ist vor allen Dingen Leon Russell zu nennen, dem Coolidge ihren Spitznamen "The Delta Lady" verdankt. Ungefähr zur gleichen Zeit gründete sie eine eigene Band, die Dixie Flyers, die ebenfalls mit hervorragenden Studio-Musikern bestückt, Coolidge zukünftig im Studio und auf der Bühne begleiteten.

Auch ihren späteren Ehemann Kris Kristofferson lernte die Sängerin zu dieser Zeit kennen und lieben. 1973 heiratete sie den arrivierten Sänger/Songwriter. Gemeinsam produzierte man drei Alben, die unterschiedlich erfolgreich waren: Full Moon erreichte # 1 der Country - sowie # 26 in den Pop-Charts. Außerdem wurde die Platte als einzige des Duos für 500.000 verkaufte Einheiten mit Gold ausgezeichnet. Ebenfalls erfolgreich war die ausgekoppelte Single A Song I'd Like to Sing (USA # 49). Die folgenden Werke Breakaway (1974) und A Natural Act (1978) verkauften sich solide, ohne große Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Zweimal wurden Kristofferson und Coolidge als "bestes Country-Duo des Jahres" mit einem Grammy ausgezeichnet: 1973 für From The Bottle To The Bottom und 1975 für Lover Please. Die Ehe der Beiden litt allerdings insbesondere in den letzten Jahren unter den Alkohol-Problemen Kristoffersons, dessen Erfolg langsam nachließ. 1980 reichte Coolidge die Scheidung ein.

Ihre Solo-Karriere kam zu Beginn der 70er Jahre nur langsam in Gang, auch wenn ihr die Crème de la crème der amerikanische Studio-Musiker zur Seite stand. Mit ihrer "tiefen, gutturalen, sexy Stimme" ("Rolling Stone") und ihrem "in Blues und Soul verwurzelten Vokalstil" ("Circus") sang sie 1971 das zweite Album Nice Feelin' ein. Ihre Musik wurde leiser und persönlicher, wenngleich sie auch weiter Fremdmaterial übernahm. The Lady’s Not For Sale war 1972 das erste Album von Coolidge, das die Top-50 der amerikanischen Charts erreichen konnte. Fall Into Spring (1974) war ähnlich erfolgreich. Diese LP enthielt mehr denn je Country-Rock-Elemente, mit denen sie versuchte, die entsprechenden Charts zu erobern. Die Hoffnungen wurden nachdem der Song Mama Lou nur # 94 in den Country-Charts erreicht hatte, vorerst begraben.

1977 gelang ihr dann mit dem Platin-Album Anytime... Anywhere auch als Solistin der Durchbruch. Die beiden Singles We Are All Alone (USA # 7, UK # 6) und (Your Love Has Lifted Me) Higher And Higher (USA # 2, UK # 48) verkauften sich international hervorragend, wurden in den USA mit Gold ausgezeichnet und etablierten die Künstlerin zumindest in Pop- und Adult-Contemporary-Kreisen, dem Radio-Format für "leichte Kost" des amerikanischen Radios. Weitere erfolgreiche Singles waren "Words" und "The Way You Do The Things You Do". Die Country-Fans blieben weiterhin skeptisch. Vielleicht zu Recht, denn vom 1978er Album Love Me Again wurde als erstes die softe Disco-Nummer You ausgekoppelt, die ein weiterer Top-40-Hit für Coolidge war. Für "Love Me Again" konnte Coolidge dann letztmalig eine goldene Schallplatte für 500.000 verkaufte Exemplare entgegennehmen. Bis 1981 veröffentlichte sie weiterhin regelmäßig LPs, die allerdings kontinuierlich weniger verkauften, auch wenn Singles wie One Fine Day, I’d Rather Leave While I’m In Love (1979), Somethin' 'bout You Baby I Like (mit Glen Campbell) und Fool That I Am (1980) weiterhin solide Platzierungen in den Charts erreichen konnten.

1983 sang sie All Time High für den James-Bond-Film Octopussy, komponiert von John Barry. Damit feierte sie zum letzten Mal einen weltweiten Hit, den sie laut eigener Aussage nie sonderlich mochte und bei Konzerten gerne in instrumentaler Form abfeierte. Zum ersten Mal erreichte Coolidge damit allerdings die deutschen Charts (# 13). Für A&M nahm sie noch zwei Alben auf, die allerdings trotz teilweise hervorragender Songs kaum Aufsehen erregten. Noch 1984 nahm sie für den Soundtrack zum Kino-Welterfolg Splash die Ballade Love Came For Me auf, danach zog sich Coolidge mehr oder weniger aus dem Musikgeschäft zurück. Mit dem Album Fire Me Back (1990) feierte sie ihr Comeback. In den folgenden Jahren veröffentlichte Coolidge wieder regelmäßig Platten, vor allen Dingen für den japanischen Markt, wo sie sich stets auf eine große Fangemeinde verlassen konnte. Dort waren zeitweise auch ihre alten Werke als hochwertige CD-Ausgaben erhältlich. 1997 gründete Coolidge gemeinsam mit ihrer Schwester Priscilla Coolidge und deren Tochter Laura Satterfield das Trio Walela, das ausschließlich indianische Musik veröffentlicht. Als Solistin veröffentlichte Coolidge 2005 And So Is Love, eine CD mit Jazz-Aufnahmen.



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