.Der Tee (von chin. èŒ, vgl. è¶ âchĂĄâ) ist ein heiĂes AufgussgetrĂ€nk, das aus Pflanzenteilen (BlĂ€ttern, Knospen, BlĂŒten, StĂ€ngel u.Ă€.) der Teepflanze zubereitet wird.
Tee enthÀlt Koffein, im 19. Jahrhundert wurde der Wirkstoff im Schwarztee noch Thein genannt: Bestandteile: Thein bis zu 3 %, ein Alkaloid, dem Kaffein Àhnlich.[1] Auch im Deutschen schrieb sich das GetrÀnk damals noch Thee.
Chinesischer gelber Tee
Teestrauch
Teeproduzierende LĂ€nder
Das Wort Tee wurde im 17. Jahrhundert aus dem NiederlĂ€ndischen ins Deutsche ĂŒbernommen, es stammt vom Kantonesischen èŒ, gesprochen tu, und wurde schon 700 v. Chr. beschrieben. Als die HollĂ€nder erstmals Tee sahen, war in der Region die Aussprache zu tĂ© gewandelt. LĂ€nder, die nicht auf dem See- sondern auf dem Landweg mit Tee beliefert wurden, ĂŒbernahmen das Mandarin-Wort Chai è¶ (gesprochen Tschai)[2]. Seit dem frĂŒhen 18. Jahrhundert wird das Wort Tee auch auf Aufguss aus anderen Pflanzen ĂŒbertragen (AufgussgetrĂ€nk) und bezeichnet nicht allein Schwarztee nach ISO-Norm 3720. Eine Ă€hnliche Situation herrscht in manchen anderen Sprachen (zum Beispiel Englisch und NiederlĂ€ndisch), in vielen anderen ist diese Zusammenfassung unterschiedlicher GetrĂ€nke unter einem Begriff aber auch unbekannt. In Spanien ist TĂ© nur Schwarztee, alles andere heiĂt 'infusiĂłn'. Ăhnlich verhĂ€lt es sich in Frankreich: âthĂ©â = schwarzer oder grĂŒner Tee, âinfusionâ = KrĂ€utertees und Ă€hnliches. In der französischsprachigen Schweiz wird aber das Wort âthĂ©â wie im deutschen Sprachgebrauch auch fĂŒr KrĂ€utertee und FrĂŒchtetee angewendet. In den USA wird âteaâ heute oft als âiced teaâ (Eistee), eine Art schwarzteehaltiger Limonade, verstanden. Das eigentliche HeiĂgetrĂ€nk wird dann âhot teaâ genannt.
Teepflanzen waren zunĂ€chst nur in China bekannt. 1820 wurden in Assam wildwachsende Pflanzen entdeckt, die aber lĂ€ngere Zeit nicht richtig identifiziert wurden. Erst ab 1834 wurde diese Art kultiviert und mit anderen Arten gekreuzt. Die Kreuzungen wurden bald auch in anderen fĂŒr sie geeigneten Regionen gezĂŒchtet und angebaut.
GrĂŒner Tee
Orange Pekoe mit Milch und Zucker
Die in Europa bekanntesten Teesorten sind die nach ihren Anbaugebieten benannten Sorten Assam, Ceylon und Darjeeling. Tee wird aber noch in vielen anderen Gegenden produziert. Der ostindische Assam-Tee stammt aus dem gröĂten Anbaugebiet der Welt und ist ein typischer Hochlandtee mit krĂ€ftigem Aroma. Der herb-krĂ€ftige Ceylon wird in Sri Lanka angebaut, dem weltweit drittgröĂten Anbaugebiet. Beide Sorten finden sich oft in Teemischungen und sind gegen hartes Wasser unempfindlich. Der zarte, gelbe Darjeeling wĂ€chst an den SĂŒdhĂ€ngen des Himalaya rund um die gleichnamige Distrikthauptstadt im nördlichen Westbengalen auf ĂŒber 2000 Meter Höhe. Er ist empfindlicher gegen hartes Wasser. Unter China-Tees versteht man fermentierte oder halbfermentierte GrĂŒntees aus chinesischen Anbaugebieten. Bei der Fermentation reagiert der Zellsaft der TeeblĂ€tter mit dem Sauerstoff und verfĂ€rbt sich rotbraun, dabei verringert sich der GerbsĂ€uregehalt.
Die ursprĂŒngliche Methode der Bereitung von TeegetrĂ€nken ist die Verwendung von frischen TeeblĂ€ttern, die direkt vom Strauch gezupft in heiĂes Wasser gelegt werden. So zubereitet schmeckt Tee deutlich anders als mit getrockneten BlĂ€ttern. Frische TeeblĂ€tter sind jedoch nicht lange lagerfĂ€hig, fermentieren von allein oder verderben durch TĂ€tigkeit unerwĂŒnschter Mikroorganismen. Daher wurde die gezielte Fermentation und Trocknung entwickelt, damit der Tee lagerfĂ€hig wird. Dabei entstehen je nach Vorgehensweise und Ausgangsmaterial zahlreiche unterschiedliche GeschmacksqualitĂ€ten. Heute werden vier traditionelle Formen unterschieden, die sich vor allem im Grad der âFermentationâ (die keine echte Fermentation ist) unterscheiden:
GrĂŒner Tee â keine gewollte Fermentation. Bei der traditionellen Herstellung wird der Tee nach der Ernte in Eisenpfannen ĂŒber dem Feuer gewelkt und dann getrocknet. Bei der industriellen Herstellung geschieht dies in groĂen gerĂŒhrten BehĂ€ltern. In Asien wird grĂŒner Tee jedoch noch weiter unterteilt, zum Beispiel in Japan in den ânormalenâ grĂŒnen Tee (ç·è¶ Ryokucha), vor dem Aufguss erhitzten grĂŒnen Teeă(çăè¶ HĆjicha), mit Reisflocken gemischten grĂŒnen Tee (çç±łè¶ Genmaicha) u. a..
WeiĂer Tee â So genannt, weil die EpillĂ€rhĂ€rchen an der Blattunterseite den getrockneten TeeblĂ€ttern eine weiĂ-silberne Farbe geben. Minimale Fermentation. Junge Triebe werden geerntet und getrocknet (wie Heu). Nur Spitzentees eignen sich zur Produktion von weiĂem Tee.