Thin Lizzy ist eine Rockband um den Bassisten und Sänger Phil Lynott. 1973 hatte die Band einen Hit mit einer Version des irischen Volksliedes Whisky in the Jar. Ihr größter Hit war 1976 The Boys Are Back in Town aus dem Erfolgsalbum Jailbreak. Die Band löste sich 1983 nach einer Abschiedstournee auf. 1986 starb Lynott an den Folgen einer Überdosis Heroin. 1999 gab es eine Thin Lizzy-Wiedervereinigung mit Tour und Live-Album. Gitarrist John Sykes, der lediglich auf einem einzigen regulären Thin Lizzy-Album mitwirken durfte, übernimmt seither Phil Lynotts Gesangsparts.
1971 spielt Thin Lizzy als Trio ihre erste LP und eine EP ein. Auf gegenwärtigen Wiederveröffentlichungen ergänzt die EP die LP „Thin Lizzy“ meist zu einer CD mit 14 Songs. Vielfältige musikalische Einflüsse äußern sich dabei in einer Mischung aus irischer Folklore, Blueseinflüssen und Hardrock. Die zweite LP im Folgejahr ("Shades of a Blue Orphanage") blieb kommerziell erfolglos. Erst mit der dritten LP im Jahre 1973 ("Vagabonds of the Western World", auch hier werden bei Wiederveröffentlichungen auf CD oft noch die Tracks einer EP hinzugefügt) und der Hit-Single „Whiskey in the Jar“ erregt die Band Aufmerksamkeit. Obwohl textlich die Bezüge zu Irland und Mystik erhalten bleiben, fällt von nun an (und für die folgenden Jahre und Veröffentlichungen) eine immer stärkere Entscheidung für Hard-Rock-Material. Akustische Folklore wird verdrängt durch elektrifizierte Balladen (vgl. „Little Girl in Bloom“). Erwähnenswert ist an dieser Platte außerdem das stilprägende psychedelische Cover des irischen Malers Jim Fitzpatrick, der insgesamt 6 LP-Cover der Band gestaltete. Die dritte LP ist aber gleichzeitig die letzte des Original-Trios mit Eric Bell an der Gitarre. Der Gitarrist verließ aufgrund von Alkohol-Problemen die Band und wurde durch Brian Robertson und Scott Gorham ersetzt. Zusammen mit dem Gründungsmitglied Brian Downey am Schlagzeug und Phil Lynott an Bass und Gesang entstand damit die Quartett-Besetzung, die bis 1978 den Erfolg der Band erlebte. Das erste Album der neuen Besetzung ("Nightlife", 1974) weist den Weg zu dem für die Folgejahre typischen Stil. Die musikalische Bandbreite bleibt aber durch die Verwurzelung mit keltischer Folklore erhalten. Textlich stellt sich immer mehr Lynotts Faszination mit den USA vor allem in Bezug auf Männlichkeits-Klischees und Halbwelt in den Vordergrund. Gleichzeitig tritt mit „Nightlife“ das zwiespältige Verhältnis des Bandleaders zur katholischen Tradition seiner Heimat Irland zu Tage. Auch die Texte der weiteren LPs pendeln zwischen dem moralisch Richtigen und Falschen sowie Glaubensbekenntnissen und -zweifeln. 1975 veröffentlichen „Thin Lizzy“ das bis dahin härteste Album „Fighting“ (z. B. die Songs „Suicide“ und „Hard Man“). Allein schon das Cover, auf dem die Band in Pose als Straßen-Gang abgebildet ist, zeigt den offenbaren Entschluss, sich nun endgültig in die Hard-Rock-Schiene zu begeben. Sanftere Töne dürfen aber immer wieder durchdringen (vgl. „Spirit slips away“). 1976 bringt mit dem Album „Jailbreak“ und der Hit-Auskoppelung „The Boys are Back in Town“ den Durchbruch zum Superstar-Dasein. Noch im selben Jahr (1976) erscheint die nächste LP „Johnny the Fox“. Mit der 1977er LP „Bad Reputation“ wird dann die m ... Mehr in der Wikipedia