Start | Impressum | Webmastertools

Artist: A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z 0-9


neu registieren | Login | Logout

Social Bookmark Zitate und Sprüche
- -
music mpd klingeltöne lyrics buch CD dvd




Fan Ticker Mister Wong Fan Ticker Icio.de Fan Ticker Yigg Fan Ticker Mister Wong

Thing



Thing


.Als Ding (auch, historisierend: Thing, germanisch, altnordisch und neuisländisch: Þing, interskandinavisch: Ting, oder Thie bzw. Tie) wurden Volks- und Gerichtsversammlungen nach dem alten germanischen Recht bezeichnet. Die deutsche Bedeutung von Ding (und englisch: thing) als Sache leitet sich von der dort behandelten Rechtssache ab (vgl. auch lat. 'res publica' (Staat); 'res' = 'Sache'). Der Ort oder Platz, an dem eine solche Versammlung abgehalten wurde, heißt Thingplatz oder Thingstätte und wurde an einem etwas erhöhten Punkt angelegt. Es gibt Orte dieses Namens wie Dingstäde, Dingstätte und Dingsted in Deutschland oder Tingstäde auf Gotland.

Das Thing fand unter Vorsitz des Königs bzw. des Stammes- oder Sippenoberhaupts unter freiem Himmel oftmals unter Gerichtslinden (vergl. Irminsul) und stets am Tag statt (daher Tagung). Es dauerte drei Tage.

Das altgermanische Thing diente der politischen Beratung ebenso wie Gerichtsverhandlungen und auch kultischen Zwecken. Mit der Eröffnung der Versammlung wurde der Thingfriede ausgerufen.

In vorchristlicher Zeit sollen Thingplätze auch kultischen Spielen gedient haben. Tacitus beschreibt in "Germania" (De origine et situ Germanorum) den Ablauf des Thing: Demnach wurden am ersten Tag der Zusammenkunft unter starkem Alkoholkonsum wichtige politische aber auch militärische Dinge besprochen. Beschlüsse wurden dagegen erst am nächsten Tag in nüchternem Zustand gefasst. Dieses Vorgehen hatte Tacitus zufolge den Vorteil, dass am ersten Tag die Teilnehmer leichter mit "freier Zunge" redeten.

Die Thingordnung im frühen Norwegen

Aus der vorhistorischen Zeit gibt es keine Quellen über die Thingordnung. Aber es kann als sicher gelten, dass diese nicht durch einen Herrscher eingeführt wurde, sondern aus der Bevölkerung von selbst erwuchs, da deren Einführung für das Zusammenleben einer Gesellschaft unabdingbar war. Das lässt sich daran sehen, dass die Isländer alsbald nach der Besiedlung sich um eine Thingordnung bemühten. Ob alle bekannten norwegischen Völkerschaften diese Institutionen hatten, ist nicht bekannt. Von den Bewohnern Trøndelags haben wir die früheste Kunde, dass sie ein Thing hatten.

Zu Zeiten Håkons des Guten gab es zwei große Landesthinge: Gulathing für das Westland und Frostathing für Trøndelag. Mit der Zeit, also im 11. Jh. und danach, schlossen sich andere Gebiete an. Agder kam zum Gulathing und Nordmøre und Hålogaland kam zum Frostathing. Im Zeitraum der Reichseinung kam noch das Øyrathing hinzu, das ein besonderes Thing für die Königswahl und auch für politische Beratungen wurde.

Das Alþing in Island (Gemälde von W. G. Collingwood, 19. Jhd.)

Ursprünglich eine Versammlung aller freien Männer des Bezirks wurde es im Zuge seiner räumlichen Ausweitung und der Zunahme der Bevölkerung in der Mitte des 10 Jh. (jedenfalls nach 930, da in diesem Jahr in Island das Althing mit Thingpflicht für jeden freien Bauern nach dem Vorbild des Gulathings gegründet wurde) zu einem repräsentativen Thing mit Delegierten der einzelnen Volksgruppen.

Die Aufgaben des Things beschränkten sich auf die Gesetzgebung und die Rechtsprechung in ganz besonderen Fällen. Es fand ein Mal im Sommer eines jeden Jahres statt, und der Zeitpunkt war im Gesetz bestimmt.

Es gab eine Reihe verschiedener Thingbezeichnungen. Sie hießen herredsthing oder fylkesthing nach dem Gebiet, welches sie umfassten, oder Frostathing oder Gulathing nach dem Ort, wo sie stattfanden. Wenn alle freien Bauern des Einzugsbereichs verpflichtet waren, an dem Thing teilzunehmen, hieß das Thing allmannathing oder tjoðthing. Die lokalen Thinge wurden nach Bedarf zusammengerufen, indem ein Aufgebotsstab herumgereicht wurde. Diese lokalen Thinge hatten noch weitere Namen, je nachdem, um was es sich drehen sollte. Es wurde unterschieden zwischen sóknarthing (= Prozessthing), atfararthing (= Vollstreckungsthing), auf welchem ein Kläger einen vollstreckbaren Titel zur rechtmäßigen Vollstreckung erhalten wollte, manndrápsthing (= Totschlagsthing) für die Verhandlung von Totschlagssachen. Daneben gab es auch Thinge mit Organisationsinhalten. So gab es das Skipreiðuthing, auf dem die Bezirke, die Schiffe mit Mannschaft zu stellen und zu unterhalten hatten, neu festgelegt wurden, oder vápnathing, wo jeder die vorgeschriebene Bewaffnung vorzeigen musste, eine Art Waffenappell. Auch für die Königswahl gab es ein Thing.

Neben den großen überregionalen Thingversammlungen gab es also regionale und kleinere Thingversammlungen, die sich der alltäglichen Rechtsstreitigkeiten annahmen. Wie das Rechtswesen funktionierte, lässt sich erst für das 11. und 12. Jh. anhand der für diese Zeit vorliegenden Gesetze ablesen. Da gibt es dann schon das Eidsivathing und das Borgarthing für Ostnorwegen.

Siehe auch: Geschichte Norwegens

In der fränkischen Zeit blieb von der ursprünglichen Bedeutung nur noch das Gerichtswesen übrig. Um die Akzeptanz der neuen Ordnung und der sie legitimierenden christlichen Kirche zu erhöhen, wurden zahlreiche Kirchengebäude von den Franken an traditionellen Dingstätten errichtet. Das echte Ding fand immer zu feststehenden Zeiten unter dem Vorsitz des Grafen statt. Beim gebotenen Ding tagten nur die Schöffen unter Vorsitz des Gemeindevorstehers (Schultheiß, Schulze). Es wurde bei Bedarf einberufen und erforderte die Ladung der Dinggenossen. Wer sich dem Ding entzog, war dingflüchtig und konnte dingfest gemacht, das heißt festgenommen werden.

Die Zeit bis zum nächsten echten Ding wurde Dingfrist genannt. Sie dauerte bei den Franken 40 Nächte, bei den Sachsen sechs Wochen und drei Tage (= 1 Gerichtstag). Aus dieser Dingfrist, der Dauer des Gerichtstages sowie der Jahresfrist setzte sich auch die Maximalfrist Jahr und Tag zusammen.

Die mittelalterlichen ... Mehr in der Wikipedia



-





(0.4847)

Fanartikel
Genres
CountryElectronicFolkLatinRapRhythm & BluesRockVocal MusicCountryMultikulti

Neue Artisten
FolkloreSkip JamesMax SteinerBig Joe WilliamsGaetano DonizettiFritz KreislerSkatoonsMiles DavisGustav MahlerEmbryoDeep PurpleFranz LeharFranz LisztGeorge GershwinJohann Sebastian BachJoseph HaydnGeorg Philipp TelemannGeorge BensonTony Joe WhiteOrgelmusikErich Wolfgang KorngoldHenry ManciniChristliche MusikVanessa WilliamsArt TatumSalvatore SciarrinoGiacomo PucciniAlfred SchnittkeRichard StraussArrigo BoitoDj TatanaFelix Mendelssohn BartholdyVeljo TormisTheodor KullakChieftainsMax RegerAbruptumHugo WolfFilmmusikMaurice RavelHenk BadingsAhmed Adnan SaygunPeter GreenWoody GuthrieGiuseppe VerdiOtto NicolaiFranz SchubertGioacchino RossiniClaude DebussyOlivier MessiaenAntonio VivaldiJoan ArmatradingGeorges MoustakiTemptationsChormusikDoobie BrothersDonald Francis ToveyCeltic WomanPino DanieleTanzmusikCharlie MarianoCinema StrangeCharles GounodGottlieb MuffatToru TakemitsuSammy Davis Jr.Dirk BuschHugo WinterhalterStranglersMauro GiulianiGarbageLed ZeppelinHelmut ZachariasCatsDimple MindsVolksmusikFloorfillaShawn DesmanSidney BechetSteve ReichPretendersMaledivaPetsch MoserJuliusEnnio MorriconeFeeling BMarushaJohannes BrahmsTanya TuckerBoz ScaggsMichael KraftLouis JordanMal WaldronJoshua RedmanSilvestre RevueltasHoagy CarmichaelAstor PiazzollaKing TubbyMichael RoseVicky Leandros

Top10 Künstler
The BeatlesRed Hot Chili PeppersRadioheadLinkin ParkMuseColdplayMetallicaThe KillersArctic MonkeysNirvana


| News aktualisieren
| JuHu
| Yachtcharter Beratung

kaufen, bestellen, reinhören, Songtext, Liedtext, Text, Single, Alben, CD, DVD, Erscheinungsdatum, Veröffentlichung, probehören, buying, seller, free, gratis, kostenlos, price compare, preisvergleich, Meinung, Karaoke, Top, Ten, 10, 100