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Thomas Mann



Wälsungenblut


(2005-07-12)



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Thomas Mann Songtext, Lyrics, MP3, Karaoke Text 1: Wungenblut

Thomas Mann


.Paul Thomas Mann (* 6. Juni 1875 in Lübeck; † 12. August 1955 in Zürich) war ein deutscher Schriftsteller.

Er war ein Meister der Ironie und des literarischen Manierismus, schrieb Erzählungen und Romane, die das Ende des bürgerlichen Zeitalters spiegeln. Als Traditionalist stellte er sich bewusst in die Nachfolge des Bildungsbürgertums und von Dichtern wie Goethe und Fontane. Mit seinem gravitätisch-verschmitzten Stil verfügt er über ein unverkennbares Markenzeichen, das ihn populär machte. Bereits mit Mitte zwanzig veröffentlichte er den Familienroman Buddenbrooks, für den er 1929 den Nobelpreis für Literatur erhielt. Mit den während des Ersten Weltkriegs geschriebenen Betrachtungen eines Unpolitischen lieferte er eine Apologie des kaiserlichen Deutschlands im Moment seines Unterganges, von der er sich später distanzierte. Als politischer Essayist repräsentierte er die Hinwendung des Wilhelminischen Bürgertums zur Weimarer Republik und wurde, insbesondere in seinen Radioansprachen Deutsche Hörer!, die er aus dem amerikanischen Exil senden ließ, zu einem wortmächtigen Gegner des Nationalsozialismus. Besonders bedeutend ist sein umfangreiches Tagebuch, das private Ereignisse neben weltgeschichtlichen protokolliert. Sein älterer Bruder Heinrich und drei seiner sechs Kinder, Erika, Klaus und Golo, waren ebenfalls bedeutende Schriftsteller.

1875 bis 1913

Die frühen Jahre Thomas Johann Heinrich Mann Julia Mann

Thomas Mann, der jüngere Bruder von Heinrich Mann (1871-1950), war Sohn des Kaufmanns und Lübecker Senators Thomas Johann Heinrich Mann. Seine Mutter Julia (geborene da Silva-Bruhns) war mütterlicherseits brasilianischer Herkunft.

Aus der Ehe gingen noch die Kinder Julia (1877-1927, Freitod), Carla (1881-1910, Freitod) und Viktor (1890-1949) hervor. Die Familie zählte zu den ersten Kreisen Lübecks. Seine Kindheit hat Thomas Mann später als „gehegt und glücklich“ bezeichnet.

1891 starb Thomas Manns Vater an Blasenkrebs. In seinem Testament hatte er verfügt, Unternehmen und Wohnhaus in Lübeck zu verkaufen. Die Erlöse wurden angelegt. Seiner Frau und den Kindern standen die Zinsen für ihren Lebensunterhalt zu.

Thomas Mann schilderte seine Schulzeit als stumpfsinnig. Schon früh begann er zu schreiben und beteiligte sich 1893 mit Prosaskizzen und Aufsätzen an der von ihm mit herausgegebenen Schülerzeitschrift Der Frühlingssturm. Einen Brief an Frieda L. Hartenstein von 1889 unterschrieb der Vierzehnjährige mit „Thomas Mann. Lyrisch-dramatischer Dichter“. 1894 verließ er als Obersekundaner vorzeitig das Katharineum zu Lübeck und ging nach München, wohin die Mutter schon ein Jahr zuvor mit den Geschwistern gezogen war.

Sein Vormund Krafft Tesdorpf, der seit dem Tod des Vaters für die noch nicht volljährigen Kinder bestellt war, bestimmte, dass Thomas Mann nach dem Abgang von der Schule einen bürgerlichen Beruf ergreifen sollte. Er nahm deshalb eine Stelle als Volontär in einer Feuerversicherungsgesellschaft an, obwohl die Bürotätigkeit ihn langweilte. Sein Debüt als Schriftsteller gab er 1894 mit der Novelle Gefallen. Sie wurde in dem literarischen Magazin Die Gesellschaft veröffentlicht, die schon 1893 sein Gedicht Zweimaliger Abschied publiziert hatte. Daraufhin wurden ihm weitere Veröffentlichungen in der Kunstzeitschrift Pan angeboten.[1]

Aufgrund dieses ersten Erfolges kündigte Thomas Mann 1895 seine Tätigkeit bei der Versicherungsgesellschaft und begann Vorlesungen an der Technischen Hochschule München zu besuchen, um später einen journalistischen Beruf auszuüben. 1896 war er mit 21 Jahren volljährig geworden und erhielt monatlich 180 Goldmark aus den Zinsen des väterlichen Vermögens, was ihm ein Leben als freier Schriftsteller ermöglichte. Von 1895 bis 1896 verfasste Thomas Mann Beiträge für die nationalkonservative Monatsschrift „Das Zwanzigste Jahrhundert − Blätter für deutsche Art und Wohlfahrt“, deren zeitweiliger Herausgeber Heinrich Mann war.

Erste Buchveröffentlichungen Heinrich und Thomas Mann – Foto um 1900

1897 folgte er seinem Bruder Heinrich nach Italien. Sie mieteten sich in dem östlich von Rom liegenden Ort Palestrina ein. Gemeinsam verfassten sie dort das Bilderbuch für artige Kinder. Es enthielt parodistische „Kunstgedichte“ neben eigenhändigen Zeichnungen. Die Brüder schenkten es ihrer Schwester Carla zur Konfirmation. Das Unikat gelangte nach Carlas Tod in den Besitz des jüngsten Bruders Viktor, der es später den Kindern von Thomas Mann übergab. Seit der Emigration der Familie 1933 gilt es als verschollen; nur Gedichte, die Viktor Mann in seinen Memoiren Wir waren fünf zitierte, und einige Reproduktionen der Zeichnungen blieben erhalten von dem einzigen Gemeinschaftswerk der beiden Brüder.

Thomas Mann schrieb in Palestrina einige Novellen, unter anderem „Der kleine Herr Friedemann“, und begann mit dem Roman Buddenbrooks.

Seine sporadische Mitarbeit an dem Organ „Das Zwanzigste Jahrhundert – Blätter für deutsche Art und Wohlfahrt“ stellte Thomas Mann nach seiner Rückkehr ein, da der völkische Grundton sowie darin enthaltene antisemitische Anklänge ihm missfielen. Stattdessen arbeitete er 1898 ein Jahr lang in der Redaktion des Simplicissimus.

1900 wurde er als Einjährig-Freiwilliger zum Dienst im Münchner Leibregiment eingezogen. Seine militärische Laufbahn endete nach drei Monaten wegen Dienstuntauglichkeit – einem Erlebnis, das man in der Musterungsszene in den ... Mehr in der Wikipedia



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