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Claude Debussy



Claude Debussy


.Achille-Claude Debussy (* 22. August 1862 in Saint-Germain-en-Laye; † 25. März 1918 in Paris) war ein französischer Komponist des Impressionismus, seine Musik gilt als Bindeglied zwischen Romantik und Moderne.

Geboren am 22. August 1862, als erstes von fünf Kindern, wurde Claude Debussy als Sohn von Manuel-Achille Debussy und seiner Frau Victorine eingetragen. Getauft wurde er erst zwei Jahre später, was für die damalige Zeit außergewöhnlich spät war. Seine Taufpaten waren der Bankier Achille Arosa und Debussys Tante Octavie de La Ferronière.

Debussy wuchs in der bescheidenen Welt eines Steingut- und Porzellangeschäfts in Saint-Germain auf. Sein Vater musste das Geschäft aber wenige Jahre nach Debussys Geburt aufgeben da es sich nicht rentierte. Nach der Geschäftsaufgabe zog Manuel-Achille Debussy mit seiner Familie nach Paris und arbeitete als Buchhalter bei einer Eisenbahngesellschaft.

Musik spielte im Hause Debussy keine Rolle, aber der Vater liebte die Operette und soll seinen Sohn zu mancher AuffĂĽhrung mitgenommen haben. Claude hat nie eine Schule besucht. Die wenigen Grundlagen des Lesens, Schreibens und Rechnens vermittelte ihm seine Mutter. Erst als Erwachsener versuchte Debussy, Teile der nie stattgefundenen Bildung nachzuholen, doch Orthographie und Grammatik bereiteten ihm zeitlebens Schwierigkeiten.

Als Kind besuchte er öfter seine Paten in Saint-Cloud und in Cannes, die Umgebung in freier Natur stand im diametralen Gegensatz zu der sonst erlebten häuslichen Enge. Arosa war es, der Debussy den ersten Klavierunterricht ermöglichte. Es war ein Zufall dass Madame Mauté de Fleurville, eine Frau wohlhabender Kreise und ehemalige Chopin-Schülerin, auf das Kind aufmerksam wurde. Sie erbot sich, für Claudes Ausbildung am Klavier zu sorgen, was seine Eltern gern annahmen. Innerhalb von zwei Jahren machte Madame Mauté de Fleurville Claude zu einem erfolgreichen Kandidaten für die Aufnahme am Pariser Konservatorium. Und ein Jahr später war er bereits in der Oberklasse beim Dozenten Antoine Marmontel.

Die 12 Jahre des Musikstudiums, die Debussy ab seinem 10. Lebensjahr am Konservatorium verbrachte, waren von unterschiedlichen, ja sogar diametral entgegengesetzten Erfahrungen geprägt. Da gab es den 27jährigen Albert Lavignac, der dem Rebellentum seines jungen Schülers sehr viel Sympathie entgegenbrachte. Und da war Marmontel, schon 30 Jahre Dozent des Konservatoriums, der dem Ungestüm der musikalischen Naturbegabung unbedingt Einhalt gebieten wollte. Aber er führte Debussy zu einigen Erfolgen: 1874 errang dieser in einem Konservatoriums-Wettbewerb durch die Darbietung des 2. Klavierkonzerts von Frédéric Chopin einen 2. Preis, mit der Chopin-Ballade in F-Dur erhielt er im darauffolgenden Jahr sogar den 1. Preis. Mit Beethoven, Schumann, Weber und dem Konzert-Allegro von Chopin blieb er in der Folgezeit indessen unerwartet erfolglos. „Debussy entwickelt sich zurück“, bemerkte ein Chronist der Wettbewerbe spöttisch.

Die Misserfolge bildeten in Debussys Leben eine Zäsur: Er nahm Abstand davon, Klaviervirtuose zu werden. Den Ausgleich hierfür hatte er schnell gefunden. Zwar war er im Klassenverbund genussvoll zelebriertes Opfer des Dozenten Émile Durand, dem die zahlreichen Verstöße Debussys gegen die tradierten Regeln der Harmonielehre sauer aufstießen, doch im Fach Klavierbegleitung, das ein gewisses Maß an Improvisationstalent voraussetzte, war er erfolgreich. Einen 1. Preis in einem der Fächer musste man haben, um in die Kompositionsklasse aufgenommen zu werden. Mit dem 1. Preis im Fach Klavierbegleitung stand es fest: Dieser junge Mann wird Komponist.

Europareise und Weiterbildung am Konservatorium

Debussy war 1880 im Alter von 18 Jahren noch nicht in der Lage, mit Musik allein sein Geld zu verdienen. Daher nahm er die Gelegenheit wahr, Nadjeschka Filaretowna von Meck (die auch Peter Tschaikowski ein Leben lang unterstĂĽtze) als Reisebegleiter durch Europa zu begleiten und ihren Kindern Klavierunterricht zu erteilen. Debussy begleitete sie durch Frankreich, Italien und die Schweiz. Der Kontakt zu der Familie Meck riss auch in der Folgezeit nicht ab, was Debussy finanziell zugute kam. In seiner Fortbildung am Konservatorium besuchte Debussy nicht die Klasse von Jules Massenet, den bekanntesten Dozenten der Einrichtung, sondern studierte bei Ernest Guiraud.

Der „Prix de Rome“ war zu Debussys Zeit die höchste Auszeichnung, die einem französischen Komponisten widerfahren konnte. Im Januar eines jeden Jahres gab es eine Zulassungsprüfung, war diese bestanden, mussten sich die Aspiranten im Mai einer Vorrunde stellen. Vorzulegen war eine vierstimmige Fuge und nach verbindlich vorgegebenem Text ein Chorwerk, die in sechs Tagen in Klausur zu fertigen waren. Nur maximal sechs Teilnehmer wurden zur Schlussrunde zugelassen. In dieser bestand die Aufgabe in der Vertonung eines ebenfalls vorgegebenen Textes als zwei- oder dreistimmige Kantate. Der Gewinner des „Prix de Rome“ – der erste Preis wurde aber nicht zwingend vergeben – erhielt ein vierjähriges Stipendium für den Besuch der Académie des Beaux-Arts.

Anfangs war Debussy wenig begeistert von der Idee, er solle an diesem Wettbewerb teilnehmen. Aber seine Teilnahme war sehr erfolgreich: 1883 belegte er den 2. Platz, 1884 schließlich ging er mit der Kantate L’enfant prodigue als Sieger hervor. Nun durfte er vier Jahre lang auf Staatskosten in der römischen Villa Medici seinen musikalischen Studien nachgehen.

Den Aufenthalt in der Villa Medici – den er übrigens 1887 vorzeitig abbrach – empfand Debussy als quälend. Mit den Kommilitonen konnte oder wollte er nicht recht warm werden, klagte über sein „Sträflingsschicksal“:

„Ich versuche zu arbeiten, ich kann nicht. (…) Im übrigen wissen Sie, wie sehr ich die Musik liebe und können mir glauben, wie sehr mein gegenwärtiger Zustand mir zuwider ist. (…) Sie sprechen von Sicherheit, die durch die Villa garantiert wird; ach! Ich würde Gott weiß was darum geben, etwas weniger davon zu haben, zu welchem Preis es auch sei; denn sie bedrückt mich und hindert mich am wirklichen Leben.“

Im FrĂĽhjahr 1886 entzog er sich zeitweilig dem Anstaltsleben und reiste nach Paris. Dort machte er die Bekanntschaft u. a. mit Franz Liszt, Giuseppe Verdi und Ruggiero Leoncavallo. Das Stipendium war allerdings nicht dafĂĽr gedacht, die finanzierte Zeit mit Nichtstun herumzubr... Mehr in der Wikipedia



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