Daniel Balavoine (* 5. Februar 1952 in Alençon; †14. Januar 1986) war ein französischer Sänger.
Er war – nach dem Verschwinden von Michel Polnareff – Mitte der 1970er bis Mitte der 1980er Jahre das enfant terrible der französischen Chanson- und Variété-Szene. Begonnen hatte er seine Karriere im Beiprogramm von Patrick Juvet. Der Durchbruch gelang ihm jedoch erst durch die Zusammenarbeit mit Michel Berger, als er in dessen Rock-Oper „Starmania“ (1978) mitspielte, dessen Titel „Quand on arrive en ville“ ein Hit wurde. Im selben Jahr hatte Balavoine seinen größten Verkaufserfolg mit „Le Chanteur“, ein Lied, das den Abstieg eines großen Chansionners (in der Ich-Form gesungen, aber möglicherweise Anspielung auf Polnareff) zum Thema hat.
Balavoines Lieder waren stets provokativ und politisch linkslastig - der damalige Präsident Mitterrand war ihm nicht sozialistisch genug, weder in der Innen- noch in der Außenpolitik. So versuchte Balavoine, mit Hilfe seiner großen Popularität und dem im Showgeschäft verdienten Geld, selbst "Politik" zu machen, vor allem auf dem Gebiet der Entwicklungshilfe für Afrika. Im Rahmen dieses Engagements fand er seinen Tod, als er 1986 anlässlich der Rallye Paris-Dakar in die Sahara flog, um persönlich Wasserpumpen für die Wüstenbewohner abzuliefern, und sein Hubschrauber in der Nähe des Sees Gossi abstürzte.
De vous Ă elle (en passant par moi)
Les aventures de Simon et Gunther Stein (nach einer wahren Begebenheit an der Berliner Mauer)
Face amour, face amère
Les oiseaux
Un autre monde
Dieu que lamour est triste
Sauver lamour
Lady Marlène
Vivre ou survivre
Vendeurs de larmes
Tous les cris les S.O.S.
LAziza (Hommage auf seine marokkanische Frau - mit dem französischen Anti-Rassismus-Preis ausgezeichnet)
Revolution (aus "Loin des yeux de lOccident")
Belle (Duett mit Anni-Frid Lyngsta ... Mehr in der Wikipedia