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I Ching



Of The Marsh And The Moon (me


(2004-01-23)



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I Ching


.Das I Ging (chin. æ˜“经/易經, YĂŹ jÄ«ng, W.-G. I Ching, auch: I Jing, Yi Ching, Yi King), das „Buch der Wandlungen“ oder „Klassiker der Wandlungen“ ist der Ă€lteste der klassischen chinesischen Texte. Das Buch ist auch als Zhƍu yĂŹ (chin. ć‘šæ˜“) oder Chou I bekannt, was soviel wie „Wandlungen von Zhou“ bedeutet. Hieraus kann man schließen, dass die Tradition einen Ursprung in der Zhou-Dynastie sah.

Das I Ging enthĂ€lt die Kosmologie und Philosophie des alten China. Grundideen sind eine Ausgewogenheit der Gegenteile und ein Akzeptieren der VerĂ€nderung. Das Buch beschreibt die Welt in 64 Bildern, die aus je sechs durchgehenden oder unterbrochenen Linien bestehen (Hexagramme). In den westlichen Kulturen wird es vor allem als Weisheits- und Weissagungsbuch verstanden. Es wird von jeher in China als Orakel befragt. Die ursprĂŒngliche Herkunft der Orakel-Tradition hat schamanistische Wurzeln und beruht auf dem Deuten von Kerben und Linien in durch Hitzeeinwirkung zerplatzten Schildkröten-Panzern.

Die VerÀnderung der Welt

Im VerstĂ€ndnis der Schöpfer des I Ging ist die Welt ein nach bestimmten Gesetzen ablaufendes Ganzes, dessen Formen aus der permanenten Wandlung der beiden polaren UrkrĂ€fte entstehen. Die Grundprinzipien sind das Schöpferische (Bild Nr. 1, = Himmel, Licht, Festes, yang, ...) und das Empfangende (Bild Nr. 2, = Erde, Dunkel, Weiches, yin, ...). Alle Weltsituationen bestehen aus einer je spezifischen Yin-Yang-Mischung. Das Schöpferische ist immer stark, ohne MĂŒhe, und zeigt daher das Leichte, das Empfangende ist immer nachgiebig und zeigt daher das Einfache. Ihr Zusammenwirken ist das eigentliche Geheimnis der Wandlungen und ihre Ursache. Yin und Yang („Tai Chi“) haben ihrerseits ihren Ursprung im Dao („Wu Chi“), dem „Weg“, dem Wandel oder der Form, nach der sich die Dinge bewegen.

Die 64 Bilder oder Zeichen leiten sich von Hexagrammen (Sechssternen) ab und sind sozusagen Abbilder von göttlichen Ideen, von in den Dingen erscheinenden Grund-Konstellationen der lichten, himmlischen Kraft yang und der dunklen, irdischen Kraft yin. Im I Ging ist "eine Zusammenordnung der Situationen des Lebens in all seinen Schichten, persönlichen sowohl wie kollektiven, und in all seiner Ausbreitung versucht."[1].

Die Orientierung in der Welt

Der Überlieferung nach sind die 64 Bilder des I Ging von den Weisen des Altertums durch Beobachtung der Erscheinungsformen geschaffen worden und sollen „alle möglichen ZustĂ€nde auf Erden“ ausschöpfen. Wer daher das I Ging kenne, kenne das Wirken der Götter − und könne sich mit ihrem Wirken verbĂŒnden.

Die VerĂ€nderungen der Welt gelten als beeinflussbar und nicht nur als Schicksal. VerĂ€nderungen sind Chancen, Möglichkeiten und auch Gefahren des Handelns − das I Ging ist daher nicht nur ein Orakel-, sondern auch ein „Lernbuch“ fĂŒr die Wissenden, Kompendium der Klugheit.

Weder geht es um das Den-VerĂ€nderungen-hinterher-Laufen noch um das Gegen-die-VerĂ€nderungen-AnkĂ€mpfen. Das Ziel ist vielmehr, dass sich die Edlen (der Edle des I Ging ist eine ideale Persönlichkeit dessen VerhĂ€ltnis zur Welt und vor allem zu den gemeinen Menschen im I Ging behandelt wird) am Wandel orientieren und ihn ĂŒberdauern in den wechselnden Konstellationen des Lebens. Immer ist das zu tun, was der Zeit am besten entspricht: Es gilt, mit der Zeit zu gehen, auf seine Zeit zu warten, usw. „Zeit“ ist der Wandel der objektiven oder gesellschaftlichen Konstellation der KrĂ€fte. Zeit ist in der dem I Ging zugrundeliegenden philosophischen Auffassung nichts passives, das verstreicht, sondern ein aktiver Faktor in der Welt, der Ereignisse zeitigt.[2].

An vielen Stellen des I Ging werden folgende Topoi wiederholt:

Immer ist das Bewusstsein der Gefahr nötig, um sich auf den Wandel innerlich und Ă€ußerlich vorzubereiten. Im Bewußtsein der Möglichkeit des Scheiterns ĂŒbt der Edle stets Selbstkritik. Stets gilt es, dem Wandel der Zeit zu folgen und sich selbst angemessen zu verĂ€ndern. Hierin ist eine Position der Mitte wichtig, ein Maßhalten, eine dauerhafte Haltung, die Ausgleich zwischen den Extremen sucht. Beharrlichkeit (Festhalten an den Zielen des Guten und Wahren) ist wichtig im Leben. Die Gemeinen (der Ausdruck bezeichnet sowohl das einfache Volk, als auch bestimmte Gegner des Edlen, die die schlechten Eigenschaften des Menschen verkörpern) sind und bleiben eine Gefahr fĂŒr das Wahre und Gute.

Daoismus oder Konfuzianismus?

Taoistische bzw. daoistische Vorstellungen sind zentral im I Ging und der dialektische bzw. dualistische Charakter (vgl. Dualismus) des Daoismus wird durch die beiden Teile der Hexagramme ausgezeichnet dargestellt. Nach Richard Wilhelm, dessen Übersetzung und Kommentierung des I Ging von 1923 auch heute noch sehr einflussreich ist, ist der Grundgedanke des Daoismus zwar die Grundlage des ganzen Buches der Wandlungen, die gleichnamige philosophische Schule wurde jedoch erst spĂ€ter detailliert ausgearbeitet und beschrieben.

Eine alternative Sichtweise versteht das I Ging als ein rein konfuzianisches Werk. Diese Auffassung wird folgendermaßen begrĂŒndet:

Die AnfÀnge werden Konfuzius zugeschrieben. Im alten China war das I Ging ein vorgeschriebener Studientext, und nur konfuzianische Texte waren verbindlich. Es ist einer der konfuzianistischen Klassiker. Es ist in keinem der alten Manuskripte des Dào-dé-jīng enthalten. Die wichtigsten Kommentare wurden von Konfuzianern geschrieben.

Jedoch ist zu bedenken, dass Konfuzius selbst öfter vom „Dao des Menschen“ spricht und damit lediglich einen anderen Bereich thematisiert als die Daoisten, die sich eher mit dem „Dao des Himmels“ befassen, damit aber ebenso mit dem Dao. Außerdem ist die Yin-Yang-Dialektik im Konfuzianismus ebenso grundbedeutend.

Erhaltene Quellen

Die chinesische Mythologie nimmt an, dass die Prinzipien des I Ging auf einen der ersten legendĂ€ren Herrscher, Fu Xi (䌏çŸČ FĂș XÄ«, nicht historisch 2852 v. Chr.–2738 v. Chr.) zurĂŒckgehen; dieser habe die Trigramme entdeckt. Ein Verfeinerungsprozess habe dann das I Ging in der Han-Dynastie (ca. 200 v. Chr., etwa zur Zeit des HĂ n Wǔ DĂŹ (chin. æŒąæ­Šćž) produziert.

Erhalten sind viele Orakelknochen aus dem zweiten vorchristlichen Jahrtausend (zumindest Shang-Dynastie), auf welchen in Form von „Frage, Antwort und realen Ausgang der Frage“ Befragungen dokumentiert sind. Der „Text“ des I Ging war damals jedoch offensichtlich noch nicht vorhanden, sondern das Orakel scheint aufgrund der Intuition des Fragenden und wahrscheinlich auch ĂŒberlieferten R



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