Johnny Clegg (* 13. Juli 1953 in der Nähe von Manchester/UK) von der Popmusik-Gruppe Juluka ist Gitarrist, Sänger, Tänzer und Komponist. Er lebt in Südafrika.
Cleggs Vater war Jagdflieger bei der britischen Royal Airforce, doch ließen sich die Eltern früh scheiden, woraufhin die Mutter mit dem Sohn in ihre Heimat Rhodesien (heute Simbabwe) zurückkehrte. Dort lernte Clegg die Sprache der Ndebele. Cleggs Mutter heiratete einen südafrikanischen Journalisten und zog 1960 nach Johannesburg. Clegg studierte Ethnologie an der Universität von Witwatersrand und war etliche Jahre Dozent, gab aber 1982 die Lehrtätigkeit auf, um sich ganz der Musik zu widmen.
Mit 15 lernte Clegg in Soweto den Zulu Mntonanazo Mzila kennen, der ihn mit ritueller Musik und Tänzen vertraut machte. 1969 traf er in Johannesburg auf Siphu Mchunu und trat mit ihm als Johnny & Siphu auf, was wegen der Apartheidsgesetze nur im privaten Rahmen oder in Kirchen und kleinen Clubs möglich war. 1976 veröffentlichten sie die ersten Singles, die in der Zulumusik und im westlichen Folk wurzelten. Während die Zensurbehörde die Liedtexte des Duos bannte, wurden sie zu populären Gestalten der Avantgarde, die in dem englischen Dokumentarfilm Rhythm of Resistance von 1978 gewürdigt wurden. 1981 spielten Clegg und Mchunu sowie die Vokalgruppe Ladysmith Black Mambazo für den Westdeutschen Rundfunk in Köln traditionelle afrikanische Musik ein.
Hilton Rosenthal, der künstlerische Direktor von Mehr in der Wikipedia