|
Ladiner .Die Ladiner sind ein romanisches Volk, das im Norden Italiens, in Südtirol östlich von Bozen (Gadertal und Gröden), im Trentino (Fassatal) und in der Provinz Belluno (Buchenstein und Ampezzo) lebt. Es hat eine eigene Sprache (Ladinisch), die in fünf verschiedenen Idiomen gesprochen und geschrieben wird. Im Kulturbereich werden verschiedene ladinische Haustypen unterschieden.
Die Ladiner stellen knapp vier Prozent der Bevölkerung Südtirols.
Wie bei anderen Völkern entwickelte sich auch bei den Ladinern ein Nationalbewusstsein im 19. Jahrhundert. Im 19. Jahrhundert unternahm Micurà de Rü (Nikolaus Bacher) aus Rü bei Sankt Kassian in Abtei einen ersten Versuch eine ladinische Schriftsprache zu entwickeln. Heute wird die ladinische Kultur unter anderem in dem nach Micurà de Rü benannten ladinischen Kulturinstitut in Sankt Martin in Thurn gepflegt. Im gleichen Ort befindet sich auch ein ladinisches Museum.
Viele Südtiroler Sagen stammen aus dem ladinischen Raum, so das Nationalepos der Ladiner vom Reich der Fanes. Weitere Figuren aus der ladinischen Mythologie sind beispielsweise die Anguana.
Wengen 60er Jahre
Schloss Thurn in den 60er Jahren
Tavella und Lunz in Wengen: damals noch Getreideanbau und Feldwege waren die einzige Verbindung zwischen den Höfen.
Pflügen in Wengen unterhalb "Campo", heute "Cians"
|