Project Pitchfork ist eine deutsche Synth-Rock-Band aus Hamburg, die zu Beginn der 1990er zu den populärsten Vertretern im Electro-Wave- bzw. Dark-Wave-Umfeld zählte. Aufgrund eines Musikstil- und Image-Wandels schaffte die Band in der zweiten Hälfte der 1990er den Sprung in das Major-Lager und gelangte mit Songs wie „Carnival“ oder „Steelrose“ in die Charts.
Die frühen Jahre
Hervorgegangen aus dem Tape-Act Demoniac Puppets wurden Project Pitchfork im Jahr 1989 von Dirk Scheuber und Peter Spilles gegründet, wenig später stieß Patricia Nigiani hinzu.
Die Gruppe veröffentlichte 1991 unter dem deutschen Plattenlabel Hypnobeat Records ihr erstes Album „Dhyani“, das die Band zuvor in nur drei Tagen aufgenommen hat. Schon mit diesem Erstlingswerk erlangten Project Pitchfork den Status eines der erfolgversprechendsten Newcomers innerhalb der ausklingenden Electronic-Wave-Periode der frühen 1990er. Zwei weitere Alben und eine EP folgten. Durch persönliche Differenzen zwischen den Bandmitgliedern und der Plattenfirma entschied man sich jedoch zu einem Wechsel.
1993 unterzeichneten Pitchfork einen Vertrag mit dem gerade erst gegründeten Label Off Beat, auf dem im selben Jahr die Maxi „Carrion“ und 1994 das Album „IO“ erschienen. "IO" stellte dabei nach Meinung vieler Fans das bis dato inhaltlich und musikalisch ausgereifteste Werk der Band dar. Während der "IO"-Tour gab Patricia Nigiani ihren Ausstieg bekannt und führte das Pitchfork-Seitenprojekt Aurora Sutra alleine weiter, während Peter Spilles und Dirk Scheuber mit Candyland Entertainment ihr eigenes Label ins Leben riefen.
Stilwandel und Weg zum Erfolg
Im Laufe der Jahre schaffte es die Band dadurch, dass sie sich musikalisch wandelte und anderen Hörerschichten öffnete, eine breitgefächerte Hörerschaft für sich zu interessieren, so dass 1998 der Sprung ins Major-Lager und ein bis 2004 befristeter Plattenvertrag beim Branchenriesen Warner zustande kam. Dieser ermöglichte der Band über Videoclips und größere PR auch erstmals, bis in höhere Charteinstiege (so erreichte das Album "Daimonion" Platz 8 der Deutschen Albumcharts) erstmals Auftritte im Fernsehen, unter anderem bei der Liveübertragung des Benefizfestivals "Gesicht zeigen gegen Gewalt" am 15. Dezember 2000 in Leipzig, bei dem auch Künstler wie Herbert Grönemeyer auftraten. In diesen Zeitraum fiel auch die Teilnahme am ARTE-Film "Mic dans tous ses etats", einer Milieustudie über die Jugend in den südfranzösischen "Vorstadt-Ghettos", bei der die Band einen Gastauftritt absolvierte.
Mittlerweile veröffentlicht die Band ihre Werke wieder über ihr eigenes Label Candyland Records, jedoch wurde 2004 als krönender Abschluss der Wa ... Mehr in der Wikipedia