Alben
Rainhard Jürgen Fendrich (* 27. Februar 1955 in Wien) ist ein österreichischer Sänger, Moderator und Schauspieler. Er zählt zu den erfolgreichsten Interpreten des sogenannten Austropop.
Rainhard Fendrich verbrachte seine Schulzeit in einem eher strengen katholischen Internat. Er fand sich nach eigenen Angaben als Kind „dicklich“ und wenig attraktiv [1]. Als er mit 15 eine Gitarre bekam, brachte er sich selbst die Griffe bei und begann auch zu texten. Damalige frustrierende Erfahrungen mit Mädchen finden ihren Ausdruck später, beispielsweise in Cyrano (1991)[2]. Ein Jus-Studium brach er ab, um mit verschiedensten Jobs Schauspiel- und Gesangsunterricht zu finanzieren.
Fendrich trat ab 1980(?) am Theater an der Wien auf (in Die Gräfin vom Naschmarkt), wo er 1982 den Judas im Erfolgsmusical Jesus Christ Superstar gab. 1980 war er auch von Hans Gratzer für eine Aufführungsserie des Hamlet im Schauspielhaus verpflichtet worden, hatte einen seiner ersten Fernsehauftritte als Sänger in der ORF-Sendung Wir-extra zugunsten von Kindern in der dritten Welt und bekam den ersten Plattenvertrag (Album Ich wollte nie einer von denen sein).
In Tritsch Tratsch folgte 1981 ein weiterer Auftritt mit dem augenzwinkernden Lied Zweierbeziehung (eines Mannes mit seinem Auto). Kurz darauf landete er mit Strada del sole (in ähnlichem Stil, über eine „Urlaubs-Beziehungskiste“) den österreichischen Sommerhit des Jahres. I am from Austria (1990) erreichte in den Charts zwar nur Platz 6, entwickelte sich aber spätestens durch Austria3 (1997) geradezu zur inoffiziellen Nationalhymne. Die Single-Hits Strada del sole (1981), Oben ohne (1983) und vor allem Macho Macho (1988, Platz 2 in den deutschen Charts) dürfen als Fendrichs Durchbruch außerhalb Österreichs bezeichnet werden. Auch Es lebe der Sport (1982) hatte beachtlichen Erfolg.
Seine Texte im Wiener Schmäh sind teils nur humoristisch (Zweierbeziehung; Strada del sole; Midlife crisis), manche machen aber auch nachdenklich (Brüder; Weusd a Herz hast wia a Bergwerk).
1983 spielte er in einem legendären Schulschluss-Open Air im Wiener Hanappi-Stadion gemeinsam mit Wolfgang Ambros. In Österreich und Deutschland gleichermaßen bekannt ist sein witziger Auftritt mit Mehr in der Wikipedia