Talk Talk war eine britische Band, die in den frühen 1980er Jahren mit Synthie-Pop begann und sich ab etwa 1986, insbesondere zwischen 1988 und 1991, jedoch zu einer der innovativsten und einflussreichsten Bands der Zeit entwickelte. Talk Talk gelten vielen Kritikern als Taufpaten des Postrock. Ob ihre eigene (späte) Musik jedoch bereits als Postrock bezeichnet werden kann, ist umstritten.
Talk Talk wurden 1981 gegründet. Den Höhepunkt ihrer kommerziellen Karriere erreichten sie Mitte der 1980er Jahre. Talk Talk produzierte Popmusik, die einen etwas ernsteren Ton anschlug als die vieler zeitgenössischer Synthie-Pop-Bands. Damit erreichten sie Kultstatus.
Simon Brenner schied nach dem ersten Album aus. Dafür wurde Tim Friese-Greene ständiges Mitglied der Band, obwohl er nie als solches genannt wurde. Er komponierte mit Hollis zusammen und spielte vor allem diverse Tasteninstrumente. Das Album Colour of Spring wurde ein großer kommerzieller Erfolg und so bekam die Band freie Hand. Es entstand ein künstlerisch avantgardistisches Werk, Spirit of Eden, bei denen u.a. Jazz-Größen wie Henry Lowther, der Violinvirtuose Nigel Kennedy und Instrument-Erfinder Hugh Davies mitmischten. Dieses anspruchsvolle Projekt konnte bei weitem nicht an den früheren kommerziellen Erfolge anknüpfen. Folgerichtig erscheint das letzte Album Laughing Stock 1991 auf dem Jazz-Label Verve. Später wurde dieser neue Stil als Post-Rock bezeichnet. EMI gab 1991 ein Remix-Album "History Revisited" heraus, das zu Rechtsstreitigkeiten mit der Band führte. Schließlich löste sich die Band auf.
Mark Hollis brachte 1998 als Solo-Künstler ein gleichnamiges Album heraus, hat sich aber aus der Musikszene seitdem zurückgezogen. Ein letztes extrem minimalistisches Stück wurde von ihm unter dem Pseudonym John Cope auf AV1 von Allinson/Brown veröffentlicht. Mehr in der Wikipedia