Umberto Tozzi (* 4. März 1952 in Turin, Italien) ist ein italienischer Musiker.
1968 begann er als Gitarrist in der Turiner Rockgruppe Off Sound, deren Mitglieder etwa gleichaltrig wie der damals 16jährige Tozzi waren. Es ging weiter mit einer landesweiten Tour mit Adriano Pappalardo, dessen Gruppe insgesamt 13 Musiker umfasste.
1974, mit 19 Jahren, fing Umberto Tozzi an, Songs für andere zu schreiben. In diesem Jahr schrieb er zusammen mit Damiano Dattoli Un corpo unanima, das von Wess und Dori Ghezzi bei "Canzonissima" gesungen wurde und dort auf Anhieb gewann.
Nach diesem Erfolg als Songwriter beginnt die nächste Phase, inder er seine eigenen Lieder auch selbst zu singen beginnt. An dieser Stelle entsteht die Zusammenarbeit mit Giancarlo Bigazzi. 1976 schrieb er Io camminerò, eine Ballade, die einen stimmgewaltigen Sänger erfordert, für Fausto Leali, der das Lied zum Erfolg führt. Im selben Jahr nimmt Tozzi sein erstes Solo-Album auf: Donna amante mia, in dem er unter anderem auch Io camminerò noch einmal selbst interpretiert.
Der große Durchbruch kommt für Umberto Tozzi Ende der 70er Jahre mit einem Hit-Hattrick: 1977 bricht er mit Ti amo sämtliche Verkaufsrekorde in Italien, 1978 folgt Tu und 1979 geht er mit Gloria endgültig in die italienische Musikgeschichte ein. Bei der Produktion des Albums "Gloria" bestreitet Tozzi erstmals einen für die damalige Zeit ungewöhnlichen Weg. Das Album entsteht im Union-Studio München, und als Musiker fungieren ausschließlich nichtitalienische Musiker. Die wohl bekanntesten unter ihnen sind der Gitarrist Lee Ritenour und der Jazzpianist Greg Mathieson, welcher auch für sämtliche Arrangements verantwortlich ist. Außerdem spielten Barry Morgan Drums, Les Hurdle Bass und Mats Björklund Gitarre. Einige Titel wurden von den münchner Studiomusikern Curt Cress, Schlagzeug und Günther Gebauer, Bass eingespielt (ohne Erwähnung auf der LP). Alle drei oben genannten Titel wurden und werden immer wieder international gecovert, wobei die Gloria-Version von Laura Branigan wohl die bekannteste sein dürfte, da sie damit sogar einen Nummer-Eins-Hit in den US-Charts landen konnte. Erinnert sei auch an eine ganz besondere "Cover-Version" von Gloria, ausgeführt vom Mehr in der Wikipedia